Arminias Soukou erwägt Anti-Rassismus-Statement

Cebio Soukou

Arminias Soukou erwägt Anti-Rassismus-Statement

  • Bielefeld-Stürmer mit Migrationshintergrund
  • Soukou begrüßt Aktionen anderer Profis
  • DFB schließt Sanktionen bei Statement aus

Fußball-Profi Cebio Soukou von Zweitliga-Tabellenführer Arminia Bielefeld hat sich am Freitag (05.06.2020) erfreut gezeigt über die Rassismus-Proteste nach dem gewaltsamen Tod des US-Amerikaners George Floyd. Der Offensivspieler hat aber noch nicht entschieden, ob er sich den öffentlichen Protesten am Wochenende anschließt.

"Dass ich mich da klar positioniere, ist klar. Ich habe auch meinen Hintergrund", sagte der in Bochum geborene Nationalspieler des Benin. "Ich habe mir aber noch keine Gedanken gemacht, ob ich ein T-Shirt drunterziehe, auf dem ein Statement steht." Grundsätzlich hält der 27-Jährige die Solidaritätsaktionen vieler prominenter Kollegen aus der Bundesliga aber für richtig und wichtig.

DFB schließt Sanktionen bei Anti-Rassismus-Aktionen aus

"Bei einem solch traurigen Ereignis ist es wichtig, Zeichen zu setzen. Deshalb finde ich es gut, wenn Menschen, auf die viele Augen gerichtet sind, öffentlich ihre Meinung äußern", sagte Soukou. "Als Fußballer ist es aber heute schwierig, zu einer Meinung zu stehen. Normalerweise darf man ja nicht mal mehr ein T-Shirt drunter tragen, auf dem "Danke Gott" steht."

Nach den Protesten gegen den Tod des Afroamerikaners Floyd, der infolge eines brutalen Polizeieinsatzes in Minneapolis starb, hatte der Deutsche Fußball-Bund von einer Bestrafung der Spieler abgesehen und angekündigt, seine Linie auch bei neuerlichen Anti-Rassismus-Aktionen an den kommenden Spieltagen beizubehalten.

dpa | Stand: 05.06.2020, 13:17

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