SC Paderborn - neue Liga, gleiches Konzept

Steffen Baumgart

SC Paderborn - neue Liga, gleiches Konzept

Von Till Krause

Neue Liga, neue Spieler. Gleicher Trainer, gleiches Konzept. Mit angriffslustigem Fußball will sich Absteiger Paderborn in der 2. Bundesliga etablieren und ein Abrutschen in die 3. Liga verhindern.

So lief die vergangene Saison

Der SC Paderborn verliert 2:3. Ein Ergebnis, das sinnbildlich für die vergangene Bundesliga-Saison steht. Gegen Leverkusen, Bayern, Leipzig und schließlich erneut gegen die Bayern: In allen Spielen unterlag der SCP knapp mit 2:3. Oft fehlte wenig, um zumindest einen Punkt gegen diese Topteams mitzunehmen. Das gelang immerhin gegen den BVB beim 3:3, hier verspielten die Paderborner allerdings eine 3:0-Führung.

Die Mannschaft von Steffen Baumgart belohnte sich zu selten für den großen Aufwand, den sie betrieb. Nicht nur gegen klare Favoriten, sondern auch in den Spielen gegen schwächere Teams. Am Ende reichte es nur für vier Siege. "Wir sind zu lange und zu klar der Musik hinterhergelaufen. Wenn du nur 20 Punkte holst, dann ist das einfach zu wenig", analysierte Trainer Steffen Baumgart die Saison. Ab dem vierten Spieltag standen die Ostwestfalen auf einem Abstiegsplatz und konnten den Tabellenkeller danach nicht mehr verlassen. Ausgerechnet mit einer weiteren 2:3-Niederlage gegen Frankfurt am letzten Spieltag verabschiedeten sich die Paderborner als Tabellenletzter in die 2. Bundesliga.

Wer kommt, wer geht?

Ein Abstieg sorgt eigentlich für viel Wirbel im Kader. Und immerhin: Zwölf Spieler gehen, elf neue kommen. Aber der ganz große Umbruch ist bisher noch nicht zu erkennen. Viele Spieler aus der vergangenen Saison gehören weiter zum Kader des SCP. Unter anderem Torhüter Leopold Zingerle, die Verteidiger Christian Strohdiek, Uwe Hünemeier und Jamilu Collins sowie die Offensivspieler Sebastian Vasiliadis, Christopher Antwi-Adjei, Kai Pröger, Streli Mamba, Dennis Srbeny und Sven Michel.

Aber das Transferfenster ist noch bis Anfang Oktober geöffnet. Bei einigen Spielern ist deshalb noch unklar, ob sie wirklich bleiben. Sebastian Vasiliadis würden die Paderborner gerne halten. Zuletzt war er aber immer wieder mit Arminia Bielefeld in Verbindung gebracht worden. Auch Streli Mambas Zukunft ist weiter nicht geklärt. Ein Wechsel zum 1. FC Köln scheiterte am Medizincheck.

Außerdem haben einige wichtige Stammspieler den Verein bereits verlassen. Verteidiger Luca Kilian und Abräumer Klaus Gjasula sind weg. Das Gleiche gilt für Mohamed Dräger, Laurent Jans, Gerrit Holtmann und Ben Zolinski.

Immerhin: Elf neue Spieler konnte Sportvorstand Fabian Wohlgemuth schon verpflichten. Nach 74 Gegentoren in der vergangenen Saison sollen in der Defensive nun Frederic Ananou (Ingolstadt), Chima Okoroji (Freiburg) und Marcel Correia (Regensburg) für mehr Stabilität sorgen. Im Mittelfeld könnte Maximilian Thalhammer (Ingolstadt) in Gjasulas Rolle schlüpfen.

Stand: 17.09.2020, 06:26