Aufstieg greifbar - aber Pfiffe beim 1. FC Köln

Spieler des 1. FC Köln

Aufstieg greifbar - aber Pfiffe beim 1. FC Köln

  • Fans unzufrieden: Pfiffe nach dem 1:1-Unentschieden gegen den HSV.
  • Anfang begründet Defensiv-Wechsel mit nachlassender Kraft.
  • FC kann am Ostersonntag den Aufstieg perfekt machen.

Es hätte eine große Party werden können - doch der späte Treffer von Manuel Wintzheimer zum 1:1-Ausgleich für den Hamburger SV verdarb den Fans des 1. FC Köln die Feierlaune. Als Schiedsrichter Robert Hartmann am Montagabend (15.04.2019) das Spiel abpfiff mussten Trainer Markus Anfang und sein Team ein gellendes Pfeifkonzert über sich ergehen lassen.

"So ist es ein gebrauchter Tag"

"Nach dem Abpfiff hab ich gedacht, wir wären Fünfter und sieben Punkte hinter dem Dritten", kommentierte Abwehrchef Rafael Czichos die Reaktion von den Rängen. Auch Dominick Drexler, der in der 26. Minute den 1:0-Führungstreffer der Kölner erzielt hatte, schlug das Remis aufs Gemüt. "Wir sollten enttäuscht sein und kritisch miteinander umgehen. So ein Spiel aus der Hand zu geben, darf einer Spitzen- Mannschaft, wie wir sie sein wollen, nicht passieren."

Die Kritik an der zweiten Halbzeit sei berechtigt, so Drexler: "Da sind wir einfach zu passiv gewesen." Das könnte auch an der fehlenden Kraft gelegen haben. "In der zweiten Halbzeit haben wir unsere Kräfte schwinden sehen", gab Marco Höger zu Protokoll. Er sei "mit den Kräften am Ende" gewesen.

Anfang begründet defensiven Wechsel

Kölns Drexler (M.) im Spiel gegen Hamburg

Passivität und fehlende Reserven führten in der zweiten Halbzeit dazu, dass die Kölner gegen die ersatzgeschwächten Hamburger immer mehr unter Druck geriet. Anfang reagierte darauf mit einer umstrittenen Einwechslung. Statt mit Louis Schaub oder Anthony Modeste für mehr Offensive zu sorgen, wechselte er defensiv und brachte eine Viertelstunde vor Schluss mit Lasse Sobiech einen weiteren Defensivakteur.

Mehr Zugriff im Mittelfeld

Anfang begründete diese Entscheidung nach dem Spiel: "Wir haben lange versucht, mit zwei Stürmern weiterzuspielen, aber wenn du vorne keinen Druck erzeugst und immer nur in Umschaltmomente kommst, muss du im Mittelfeld wahnsinnig viel laufen", sagte Anfang nach dem Spiel. Sein Plan: Mit einem Spieler mehr im Mittelfeld den Zugriff zu verbessern. Doch der ging nicht auf: "Dann kriegen wir ein Tor aus einer Standardsituation, das ist ärgerlich", so Anfang.

Spitzenspiel der zweiten Liga ohne Sieger

Sportschau 15.04.2019 00:46 Min. Verfügbar bis 15.04.2020 Das Erste Von WDR-Reporter Marc Eschweiler

Aufstieg kann am Ostersonntag gelingen

Bei allem Ärger über den verpassten "Big Point": Der Aufstieg des FC ist weitehrin nicht ernsthaft in Gefahr. Zehn Punkte Vorsprung auf Rang drei haben die Kölner bei noch fünf ausstehenden Spielen: Bei optimalem Verlauf könnten sie schon am Ostersonntag in Dresden aufsteigen.

Restprogramm
1. FC Köln
Dynamo Dresden (A)Sonntag, 21.04.2019
Darmstadt 98 (H)Freitag, 26.04.2019
SpVgg Greuther Fürth (A)Montag, 06.05.2019
Jahn Regensburg (H)Sonntag, 12.05.2019
1. FC Magdeburg (A)Sonntag, 19.05.2019

Statistik

Fußball · 2. Bundesliga · 29. Spieltag 2018/2019

Montag, 15.04.2019 | 20.30 Uhr

Wappen 1. FC Köln

1. FC Köln

T. Horn – Mere, Höger, Czichos – Geis – Clemens (43. Risse), Drexler, Hector, F. Kainz – Cordoba (81. Modeste), Terodde (74. L. Sobiech)

1
Wappen Hamburger SV

Hamburger SV

Pollersbeck – G. Sakai (81. Wintzheimer), Lacroix, van Drongelen, Douglas Santos – G. Jung (64. Vagnoman), Janjicic – Narey, Mangala, Jatta – B. Özcan

1

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Drexler (26.)
  • 1:1 Wintzheimer (85.)

Strafen:

  • gelbe Karte Terodde (4 )
  • gelbe Karte F. Kainz (2 )
  • gelbe Karte G. Jung (3 )
  • gelbe Karte van Drongelen (3 )
  • gelbe Karte Hector (6 )
  • gelbe Karte Mere (3 )
  • gelbe Karte Wintzheimer (1 )

Zuschauer:

  • 50.000

Schiedsrichter:

  • Robert Hartmann (Wangen im Allgäu)

Stand der Statistik: Montag, 15.04.2019, 22:26 Uhr

red; sid; dpa | Stand: 16.04.2019, 15:46