Schwarz-Weiß-Blau gegen Schwarz-Weiß-Blau - ein Rückblick (Teil 2)

Schwarz-Weiß-Blau gegen Schwarz-Weiß-Blau heißt es, wenn Arminia Bielefeld auf den Hamburger SV trifft.

Schwarz-Weiß-Blau gegen Schwarz-Weiß-Blau - ein Rückblick (Teil 2)

Von Thorsten Rosenberg

Das Topspiel in der 2. Bundesliga am Montagabend (21.10.2019, 20.30 Uhr) zwischen Arminia Bielefeld und dem Hamburger SV wirft seine Schatten voraus. Häufig konnten die Hanseaten das Duell Schwarz-Weiß-Blau gegen Schwarz-Weiß-Blau für sich entscheiden. Teil zwei des Rückblicks.

2000: Erster Liga-Sieg gegen den HSV nach 15 Jahren

15 Jahre lang hatten die Bielefelder nicht mehr in einem Ligaspiel gegen den HSV gewonnen, doch am 29. Spieltag der Saison 1999/2000 war es wieder soweit: Bruno Labbadia, Thomas Stratos und Berkant Göktan trafen zum 3:0.

Die Bielefelder Thomas Stratos, Bruno Labbadia, Dirk van der Veen (v.l.) bejubeln einen Treffer für den DSC.

Die Bielefelder Thomas Stratos, Bruno Labbadia, Dirk van der Veen (v.l.) bejubeln einen Treffer für den DSC.

Der Sieg der Gastgeber war hochverdient, und das, obwohl die Arminen als Tabellenvorletzter gegen den Dritten angetreten waren. Doch auch dieses Mal nutzte der hohe Sieg nichts: Zusammen mit dem SSV Ulm und dem MSV Duisburg ging es erneut in Liga Zwei.

2002: Diabang-Doppelpack sorgt erneut für DSC-Sieg

Zwei Jahre später war die Fahrstuhl-Mannschaft aus Ostwestfalen zurück in der Bundesliga, und erneut durften die inzwischen von Benno Möhlmann gecoachten Arminen jubeln. Dieses Mal war Momo Diabang der Matchwinner, der mit seinen beiden Toren den Weg zum 2:1-Sieg ebnete.

2002: Momo Diabang bejubelt sein erstes von zwei Toren beim 2:1 gegen den HSV.

2002: Momo Diabang bejubelt sein erstes von zwei Toren beim 2:1 gegen den HSV.

Erik Meijers Anschlusstreffer kam zu spät, eine Disziplinlosigkeit von Hamburgs Sergej Barbarez hatte zudem die rote Karte zur Folge. Am Saisonende dann nichts Neues: Der HSV wurde Vierter, die Arminia stieg als 16. erneut ab.

2004: Einziger Sieg in Hamburg stürzt Gastgeber ans Tabellenende

Unter ganz anderen Vorzeichen stand der einzige Bielefelder Auswärtssieg bei den Hanseaten am 8. Spieltag der Saison 2004/05. In der glorreichen Zeit unter Trainer Uwe Rapolder, der sich in Ostwestfalen den Ruf als erster deutscher Konzepttrainer erarbeitete, staunte die Fußballwelt über die erfrischend und erfolgreich aufspielenden Arminen.

Bielefelds südafrikanischer Stürmer Delron Buckley (r.) lässt HSV-Torhüter Martin Pieckenhagen keine Abwehrmöglichkeit.

Bielefelds südafrikanischer Stürmer Delron Buckley (r.) lässt HSV-Torhüter Martin Pieckenhagen keine Abwehrmöglichkeit.

Auch in Hamburg konterten die Bielefelder eiskalt, Torwart Matthias Hain hatte zudem einen Glanztag erwischt, und so stürzten die Gäste den HSV durch die Tore von Patrick Owomeyela und Delron Buckley an das Tabellenende. Die Hamburger erholten sich im Saisonverlauf noch, und auch die Arminia blieb dieses Mal in der Liga.

1978/1995: Im DFB-Pokal gegen HSV noch ungeschlagen

Im DFB-Pokal trafen beide Teams zweimal aufeinander, jeweils auf der "Alm", jeweils in der ersten Runde - und beide Male gewannen die Bielefelder. 1978 hatte Hamburgs Bernd Wehmeyer das Führungstor von Hans-Werner Moors egalisiert, doch der eingewechselte Helmut Schröder sorgte in der Verlängerung für den umjubelten 2:1-Siegtreffer.

1995 waren die Arminen nach langen Jahren der fußballerischen Tristesse in die 2. Bundesliga aufgestiegen, und die Saison begann mit einem Paukenschlag: Gegen den Bundesliga-Dino sorgten Ronald Maul und Jörg Bode dieses Mal in der regulären Spielzeit für den 2:1-Sieg im ungleichen Duell Zweitligist gegen Erstligist (HSV-Tor durch Christian Claaßen). Und die Spielzeit endete ebenfalls furios für die Bielefelder: Es gelang der Durchmarsch und die Rückkehr nach elfjähriger Abstinenz in die Bundesliga.

2019: Sakais früher Platzverweis ebnet Bielefeld den Weg

Erst zwei Partien bestritten die Klubs in der 2. Bundesliga gegeneinander. Jeweils ein Sieg steht bei beiden Teams auf der Habenseite. Im Frühjahr gewannen die kämpferischen und taktisch klugen Bielefelder daheim mit 2:0.

Reinhold Yabo (Arminia Bielefeld) bejubelt seinen Treffer zum 2:0 gegen den HSV.

Reinhold Yabo (Arminia Bielefeld) bejubelt seinen Treffer zum 2:0 gegen den HSV.

Andreas Voglsammer und Reinhold Yabo hatten bereits in der ersten Hälfte getroffen. Hilfreich war sicher der frühe Platzverweis für Hamburgs Gotoku Sakai nach 12 Minuten. Am Ende blieben beide Teams in der 2. Bundesliga - weswegen sich die Fans auf ein erneutes Aufeinandertreffen am Montag freuen dürfen.

Lesen Sie im ersten Teil: Die Bilanz der Bielefelder Erfolge über den Hamburger SV bis ins Jahr 2000

Stand: 16.10.2019, 15:10