Trainer Uli Forte hat mit Arminia Bielefeld einen Fehlstart in die 2. Liga hingelegt.

Arminias Trainer Forte nach komplettem Fehlstart bedient

Stand: 07.08.2022, 13:14 Uhr

Bundesliga-Absteiger Arminia Bielelfeld steht in der 2. Liga nach der Schlappe in Rostock auch nach dem dritten Spieltag mit leeren Händen da.

Uli Forte machte aus seiner Gefühlslage kein Staatsgeheimnis. "Scheiße" gehe es ihm, sagte der neue Trainer von Arminia Bielefeld am Samstag nach dem 1:2 (0:1) bei Hansa Rostock. "Das habe ich noch nie in meiner Trainerlaufbahn erlebt", haderte Forte, 48 Jahre alt und seit 2002 schon an der Seitenlinie tätig, am Sport1-Mikrofon: "Es ist ein kompletter Fehlstart."

Arminia seit 14 Ligaspielen ohne Sieg

Die Zwischenbilanz des Absteigers aus der Fußball-Bundesliga ist in der Tat auch eine Klasse tiefer verheerend: Drei Spiele, drei Niederlagen. Saisonübergreifend ist die Arminia seit 14 Ligaspielen ohne Sieg. Nach gutem Start in die Rückrunde taumelten die Ostwestfalen im vergangenen Frühjahr nach zwei Jahren im Oberhaus in die Zweitklassigkeit. Und in der neuen Liga muss der namhaft besetzte Kader mit Kapitän und Rekordtorjäger Fabian Klos an der Spitze offensichtlich noch ankommen.

Forte: "Schlimmer kann es nicht mehr kommen"

Sportschau 06.08.2022 02:33 Min. Verfügbar bis 07.08.2023 ARD Von Ole Zeisler


Mehr als der Ausgleichstreffer durch Janni Serra (48. Minute) war für Bielefeld nach einer Leistungssteigerung im Spielverlauf nicht drin. Kai Pröger (25.) brachte Hansa in Führung, in der Schlussphase machte Damian Roßbach (85.) den zweiten Saisonsieg für Rostock perfekt. "So kann es nicht weitergehen, das wissen wir selbst", sagte Arminen-Verteidiger Frederik Jäkel.

Am nächsten Spieltag geht es gegen Aufstiegsfavorit HSV

Am kommenden Samstag auf der heimischen Alm gegen Aufstiegsfavorit Hamburger SV "müssen wir eine Schippe drauflegen", forderte der Neuzugang. Forte, der seiner Mannschaft eine bessere Leistung als in den ersten Spielen beim SV Sandhausen (1:2) und gegen Jahn Regensburg (0:3) attestierte, ist bereits als Psychologe gefordert.

"Die größte Baustelle ist im Kopf. Es wird noch wichtiger sein, in die Köpfe der Spieler zu kommen und die Knöpfe zu drücken", sagte der Coach, der nach vielen Jahren in der Schweiz mit dem Engagement in Deutschland seinen "Traum" lebe. Ein Traum, der allerdings bald mit den ersten Punkten angereichert werden muss, um nicht zum Albtraum zu werden.