Khaled Narey von Fortuna Düsseldorf sitzt auf dem Boden

Querelen um Narey überschatten Fortuna-Generalprobe gegen Twente

Stand: 08.07.2022, 16:11 Uhr

Am Freitag hat Fortuna Düsseldorf das letzte Testspiel vor dem Saisonstart in der 2. Liga verloren. Für Aufregung sorgte zuvor schon Khaled Narey, der nicht mitwirken wollte.

Für Fortuna Düsseldorf war es ein wichtiger Tag. Gegen Twente Enschede bestritt der Zweitligist die Generalprobe vor dem ersten Spiel der neuen Zweitligasaison nächste Woche Samstag (16.07.2022) beim 1. FC Magdeburg. Düsseldorf machte über weite Strecken ein ordentliches Spiel, verlor am Ende jedoch deutlich mit 1:5 gegen den niederländischen Erstligisten. Doch Gesprächsthema waren vor allem die Geschehnisse abseits des Platzes.

Hoffmann neuer Chef, Narey neuer Problemfall

Im Vorfeld der Partie gab der Klub bekannt, wer das Team in der neuen Saison als Kapitän anführen wird. Andre Hoffmann übernimmt das Amt von Adam Bodzek, der ab der kommenden Spielzeit für die U23 des Vereins auflaufen wird. Eine wichtige Personalie, doch unmittelbar vor dem Anpfiff geriet ein anderer Spieler in den Mittelpunkt: Khaled Narey.

Der beste Düsseldorfer Scorer der vergangenen Saison sollte in den nächsten Monaten eine entscheidende Rolle im Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga spielen - so der Wunsch von Trainer Daniel Thioune. Narey betonte jedoch schon vor Wochen, in die Bundesliga oder eine erste Liga im Ausland wechseln zu wollen. Und diesem Wunsch verlieh der 27-Jährige am Freitag vor der Partie gegen Twente ordentlich Nachdruck.

"Khaled hat darum gebeten, heute nicht spielen zu müssen, da er sich gedanklich mit einem Wechsel beschäftigt", erklärte Sportvorstand Klaus Allofs vor der Partie das Fehlen von Narey. "Wir sind nicht glücklich darüber, aber wir haben seine Entscheidung im Gespräch mit ihm akzeptiert."

Verhandlungen mit Saloniki laufen

Der Außenspieler ist offenkundig nicht mehr gewillt, Spiele für Düsseldorf zu bestreiten. Dabei machte Allofs nochmal klar: "Eine Einigung über einen Wechsel zu einem anderen Klub gibt es bisher nicht. Uns hat das schon sehr überrascht. Ich gehe davon aus, dass man mit dieser Situation auch ganz professionell umgehen kann."

Narey ist sich mit PAOK Saloniki über einen Wechsel einig, der Verein aus der griechischen ersten Liga hat bisher aber nicht die von Fortuna geforderte Summe von etwa zwei Millionen Euro geboten. Und Allofs hat schon mehrfach betont, nicht in einer Notlage zu stecken, die den Klub dazu zwingen würde, einen niedrigeren Betrag akzeptieren zu müssen.

Quelle: sho