Fortuna-Trainer Preußer - "Maximale Unterstützung" für Khaled Narey

Fortuna-Trainer Christian Preußer

Fortuna-Trainer Preußer - "Maximale Unterstützung" für Khaled Narey

Nachdem Khaled Narey in Hamburg rassistisch beleidigt wurde, hat Christian Preußer ihm den Rücken gestärkt. Der Trainer von Fortuna Düsseldorf wünscht sich ein Ende solcher Entgleisungen.

Welche Worte genau gefallen sind, ist bisher nicht bekannt, es müssen aber ziemlich abstoßende gewesen sein. Nach dem Auswärtsspiel von Düsseldorf beim Hamburger SV hat Fortuna-Spieler Khaled Narey per Instagram-Post öffentlich gemacht, dass er von heimischen Zuschauern rassistisch beleidigt worden sei.

Beleidigungen im Mannschaftskreis nochmal aufgearbeitet

Beide Zweitliga-Klubs haben sich anschließend dazu geäußert, sich von den Taten distanziert und angekündigt, die Täter ausfindig machen zu wollen. Außerdem hat der DFB bekanntgegeben, dass der Kontrollausschuss ermittelt. Unter anderem soll Narey im Zuge dessen eine schriftliche Aussage machen.

Auch beim Start in die Trainingswoche der Düsseldorfer waren die Beleidigungen gegen den 27-Jährigen noch sehr präsent. "Wir haben persönlich miteinander gesprochen und das auch vor der Mannschaft thematisiert, weil das ein derart wichtiges Thema ist, dass man dazu nochmal was sagen muss", sagte Fortuna-Trainer Christian Preußer am Dienstag.

"Ich finde es super, dass Khaled sich äußert und er bekommt von uns die maximale Unterstützung, wenn er das Gefühl hat, dass er da beleidigt worden ist. Das geht nicht und das hat im Fußball nichts verloren."

Der Wunsch vom Ende des Rassismus' auf der Tribüne

Im Vordergrund steht für den 37-Jährigen nun gar nicht, mit welchen Sanktionen die Täter belegt werden, sondern dass es zukünftig gar keine Täter mehr geben wird. "Ich wünsche mir keine Strafe. Ich wünsche mir, dass das in Fußballstadien keine Rolle mehr spielt", sagte Preußer.

"Es wird sanktioniert und ich finde es gut, dass alle Beteiligten Aufklärung leisten wollen und das dokumentieren, das brauchen wir auch. Aber ich wünsche mir einfach, dass das nicht mehr passiert."

sho | Stand: 19.10.2021, 16:48