Veh vermeidet klares Bekenntnis zu Trainer Anfang

FC-Manager Armin Veh (r.) und Kölns Trainer Markus Anfang.

Veh vermeidet klares Bekenntnis zu Trainer Anfang

  • Manager äußert sich zurückhaltend zu Zukunft des Trainers beim FC
  • Veh: "Investitionen zur neuen Saison werden sich in Grenzen halten"
  • Köln könnte nach eigenem Sieg am Freitag erst am Sonntag aufsteigen

Manager Armin Veh (58) vom Zweitliga-Tabellenführer 1. FC Köln hat sich zurückhaltend über die Zukunftsperspektive von Trainer Markus Anfang geäußert. "Wenn Markus Anfang mit der Mannschaft den Aufstieg schafft, dann hat er eine Leistung erbracht", sagte der ehemalige Meistercoach des VfB Stuttgart im Interview mit dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Mittwoch, 24.04.2019) und vermied damit ein klares Bekenntnis zu seinem Coach.

Auf die Frage, ob der Traditionsklub mit Anfang in die neue Saison gehe, sagte Veh: "Schauen Sie: Es ist doch immer das gleiche Spiel. Sobald man etwas sagt, ist es verkehrt. Markus hat beim FC einen Vertrag bis zum 30. Juni 2021."

Veh kritisiert Fragen zu Anfangs Zukunft beim FC

Zuletzt hatte der FC beim 0:3 bei Dynamo Dresden am Ostersonntag eine mehr als schwache Vorstellung abgeliefert, die wiederum die Kritiker in der Domstadt auf den Plan rief.

Köln führt allerdings die Tabelle mit acht Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz an. Dass trotzdem ständig nach der Zukunft des Chefcoaches gefragt werde, sei "ein Witz", so Veh.

"Werden uns verändern, aber nicht großartig"

Veh: "Wir müssen dazu kommen, dass wir kontinuierlich gute Jahre in der Bundesliga haben. Nur so können wir eine berechtigt hohe Erwartungshaltung erzeugen. Wir leben im Jetzt, und wir versuchen, die Zukunft des Klubs zu gestalten."

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Die Investitionen für die neue Spielzeit werden sich laut des Geschäftsführers Sport in Grenzen halten. "Wir werden auf jeden Fall was machen, das ist notwendig", betonte Veh, "wir werden uns verändern, aber nicht großartig." Man sei finanziell gesund, "aber wir haben kein überdimensionales Budget zur Verfügung."

"Man kann so einen großen Verein nicht demokratisch führen"

Zu den Gerüchten über eine Verpflichtung von Waldemar Anton (22) von Hannover 96 meinte Veh nur: "Das ist ein interessanter Spieler." Eine klare Meinung hat der FC-Manager zur Mitsprache und Demokratisierung im Profifußball: "Meine Meinung: Man kann so einen großen Verein nicht demokratisch führen. Wie soll das denn gehen? Am Ende muss jemand zuständig sein und die Entscheidungen treffen. Wenn zu viele Leute mitreden, die nicht aus dem Fußball kommen, ist das ein Problem."

Paderborn und Berlin dürfen nicht siegen

Dass in Köln die Aufstiegs-Sektkorken bereits an diesem Wochenende knallen, ist eher unwahrscheinlich. Ein Sieg des FC gegen Darmstadt am Freitag (18.30 Uhr) ist die Voraussetzung. Außerdem dürften am Sonntag sowohl Union Berlin gegen den Hamburger SV als auch der SC Paderborn gegen Heidenheim nicht gewinnen (beide um 13.30 Uhr).

sid/WDR | Stand: 24.04.2019, 10:14