Simon Terodde will Schalke wieder nach oben schießen - in die erste Liga.

Teamcheck FC Schalke 04: Der direkte Wiederaufstieg bleibt das Ziel

Stand: 12.01.2022, 08:00 Uhr

Dem Abstieg aus der Bundesliga nach einer historisch schlechten Saison soll der direkte Wiederaufstieg folgen. Der liegt trotz des personellen Umbruchs und des holprigen Saisonstarts in greifbarer Nähe.

Die Schalker trennen in der 2. Liga lediglich ein besseres Torverhältnis vom Relegationsplatz und fünf Punkte von einem direkten Aufstiegsplatz.

So lief es bis zur Winterpause

Der FC Schalke startete mit einer 1:3-Heimschlappe gegen den Hamburger SV in die Zweitligasaison und erwischt mit vier Punkten nach vier Spieltagen keinen guten Start. Dass dieser holprig verlief, kam wegen des großen personellen Umbruchs nach dem Bundesliga-Abstieg nicht völlig überraschend. So standen etwa beim Auftaktspiel gegen den HSV acht Neuzugänge in der Startelf.

Nach dem 1:4 in Regensburg kamen die Königsblauen allerdings in Fahrt und gewannen sechs der folgenden sieben Liga-Partien. Das Aus in der 2. Runde des DFB-Pokals bei 1860 München sorgte mit zwei Liga-Schlappen in Serie nochmal für einen kleinen Knacks in der Leistungskurve.

Die Königsblauen fingen sich aber und sorgten dafür, dass sie nun mit dem 1:1-Remis zum Rückrundenstart beim HSV eine gute Ausgangsposition im Aufstiegsrennen haben. Sie liegen punktgleich mit dem Hamburger SV auf Rang vier, haben allerdings auch nur drei Zähler mehr auf dem Konto als der Tabellenneunte SC Paderborn.

Das Spitzenduo auf den direkten Aufstiegsplätzen, der FC St. Pauli und SV Darmstadt, sind mit 36 beziehungsweise 35 Punkten zumindest noch in Sichtweite.

Personell benötigten die Schalker in der Hinrunde vor allem auf der Torhüterposition eine längere Findungsphase. Als die Nummer eins Ralf Fährmann zum Auftakt wegen einer Corona-Infektion ausfiel, stand zunnächst Ersatzmann Michael Langer zwischen den Pfosten. Am 3. Spieltag übernahm wieder Fährmann, der dann allerdings am 8. Spieltag durch Martin Fraisl ersetzt wurde. Den Österreicher hatte Schalke im Juli verpflichtet.

Mit Fraisl feierte die Mannschaft von Trainer Dimitrios Grammozis vier Zu-Null-Siege in Serie, sodass der Österreicher zur Dauerlösung zwischen den königsblauen Pfosten wurde.

Ein weiterer Garant für eine letztlich gute Hinrunde war Torjäger Simon Terodde. Der Rekordtorjäger der 2. Liga traf bis dato zwölfmal, davon elfmal an den ersten neun Spieltagen. Die letzten vier Partien vor der Winterpause verpasste er verletzungsbedingt. Am Jahresende wurde der 33-Jährige zudem positiv auf Corona getestet und kehrte erst am 4. Januar ins Training der Schalker zurück.

Simon Terodde - Ich will wissen, für wen ich spiele

WDR 2 Einfach Fußball 16.12.2021 01:03:22 Std. Verfügbar bis 16.12.2022 WDR 2


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Wer kommt, wer geht

Nach einem Abstieg und einem Sommer mit nahezu komplettem Personalaustausch ist während des Wintertransferfensters nicht mit vielen Aktionen der Schalker zu rechnen.

Eine hat es indes schon gegeben. Der Klub hat am Montag (10.01.2022) in Andreas Vindheim einen neuen Defensivmann für die rechte Außenbahn verpflichtet - auf Leihbasis bis zum Saisonende und mit Kaufoption. Damit hat Schalke kurzfristig auf die Verletzung von Mehmet Aydin reagiert, der für mehrere Wochen auszufallen droht.

An dieser schnellen Reaktion lässt sich ermessen, wie wichtig der direkte Wiederaufstieg für den Traditionsklub ist. Der Verein ächzt unter einer Schuldenlast von rund 200 Millionen Euro, und das große Geld wird nunmal in der Bundesliga verdient.

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