DFB ermittelt nach Rassismus-Vorfällen bei Hamburg gegen F95

HSV-Verteidiger Jan Gyamerah (l.) gegen seinen ehemaligen Mitspieler Khaled Narey (Düsseldorf)

DFB ermittelt nach Rassismus-Vorfällen bei Hamburg gegen F95

Die Vorfälle beim Spiel gegen Fortuna Düsseldorf (1:1) haben für Fußball-Zweitligist Hamburger SV ein Nachspiel. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat am Montag ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Am Sonntag hatten rassistische Vorfälle von den Rängen, die von Fans in den sozialen Medien publik gemacht worden waren, für Aufsehen gesorgt. Der ehemalige HSV-Spieler Khaled Narey und auch Bakery Jatta waren am Samstagabend Zielscheibe einiger Rassisten geworden. Der Club hatte sich daraufhin selbst zu Wort gemeldet und angekündigt, "alles uns Mögliche zu unternehmen, um die Vorfälle aufzuklären und zu ahnden". Die Fortuna teilte mit: "Wir hoffen, dass es dem HSV gelingt, die Vorfälle schnellstmöglich aufzuklären."

Die Chancen, dass das gelingt, dürften die 2G-Regeln deutlich erhöhen, die gegen Düsseldorf erstmals galten. Die Eintrittskarten sind allesamt personalisiert. Offenbar sind zumindest in einigen Fällen die Sitzplätze der HSV-"Fans" bekannt.

Der Kontrollausschuss des DFB reagierte am Montag auf die rassistischen Vorfälle. In einer Mitteilung erklärte der Verband, er werde "Ermittlungen einleiten".

Schiedsrichterassistent am Kopf getroffen

Auch in einem zweiten Fall droht dem HSV Ungemach. Als Schiedsrichter Christian Dingert während des Düsseldorf-Spiels gerade in der "Review-Area" das Foul von Edgar Prib noch einmal anschaute, was letztlich zur Roten Karte für den Fortunen führte, flog ein Gegenstand von der Tribüne in seine Richtung.

Der Unparteiische, der wahrscheinlich das Ziel des Wurfgeschosses war, wurde zwar verfehlt. Allerdings bekam sein Assistent den Gegenstand an den Hinterkopf - was wiederum die TV-Bilder ebenfalls eindeutig belegen. Von Dingert zunächst unbemerkt, hielt sich Richard Hempel die schmerzende Stelle.

NDR | Stand: 18.10.2021, 12:11