Fortuna Düsseldorf: Start für ambitioniertes Trainertalent Christian Preußer

Christian Preußer

Fortuna Düsseldorf: Start für ambitioniertes Trainertalent Christian Preußer

Von Till Krause

Christian Preußer lernte von Streich und Klopp, stieg mit der U23 des SC Freiburg zwei Mal auf und hat als 37-Jähriger bereits viele Jahre Berufserfahrung. Nun wartet auf das Trainertalent mit Fortuna Düsseldorf die erste große Station im Profi-Fußball.

Gerade duschte Christian Preußer noch unfreiwillig im Bierregen, nachdem er die U23 des SC Freiburg zum Aufstieg in die 3. Liga geführt hatte. Wenige Tage später hat der 37-Jährige erneut einen Grund, anzustoßen: Er überspringt eine Klasse und steht ab sofort beim Zweitligisten Fortuna Düsseldorf an der Seitenlinie.

Erstes Training am Samstag

"Das war ein perfekter Abgang in Freiburg", erzählte Preußer am Freitag bei seiner offiziellen Vorstellung. "Jetzt freue ich mich aber, dass es in Düsseldorf losgeht". Am Samstag steht das erste gemeinsame Training mit der Mannschaft an. In Düsseldorf folgt Preußer auf Ex-Coach Uwe Rößler und steht bei den Fortunen nun bis Sommer 2023 unter Vertrag.

Fünf Jahre prägte er zuvor die U23 des SC Freiburg, er stand bei fast 170 Spielen an der Seitenlinie. Ähnlich lang war Preußer zuvor bei Rot-Weiß Erfurt in verschiedenen Positionen tätig. Diese Kontinuität sei ein Grund für die Verpflichtung gewesen, erklärte Düsseldorfs Sportvorstand Uwe Klein.

Ein anderer war sicherlich der sportliche Erfolg: In seiner ersten Saison beim SC Freiburg führte Preußer die Reserve-Mannschaft von der Oberliga in die Regionalliga, jetzt gelang ihm der nächste Aufstieg in die 3. Liga.

Plan: Offensiver Fußball

Insbesondere in der zurückliegenden Spielzeit zeigte Preußers Mannschaft offensiven und angriffslustigen Fußball: 95 Tore standen am Ende auf dem Konto. Er lege sehr viel Wert auf den Offensivbereich, erklärte er. Das gelte auch für den künftigen Spielstil in Düsseldorf. "Wir wollen uns nicht verstecken und von Anfang an oben mitspielen", so Preußer.

Bei allem sportlichen Erfolg: Für Preußer ist Fortuna Düsseldorf die bisher größte Station seiner Trainer-Karriere. Steinbach Haiger, FC Homburg und Kickers Offenbach: So hießen die Gegner in der Regionalliga Südwest. Nun stehen Spiele an gegen den Hamburger SV, Werder Bremen und Schalke 04. Für den jungen Fußball-Trainer Preußer eine große Herausforderung, denn bisher sammelte er in der ersten und zweiten Bundesliga keine Erfahrungen - weder als Trainer noch als Spieler.

"Ich konnte meine Erfahrungen bisher auch auf anderem Weg sammeln", erklärte Preußer vor Kurzem in einem Pressegespräch. So war er beispielsweise vor seiner Freiburger Zeit ein Jahr lang Cheftrainer in der 3. Liga bei Rot-Weiß Erfurt - allerdings mit bescheidenem sportlichen Erfolg.

Von Streich und Klopp gelernt

Außerdem habe er in Freiburg viel gelernt. "Christian Streich hat mich viel über die Schulter schauen lassen", erklärte er. In den ersten Jahren sei er häufig beim Profitraining dabei gewesen. 2013 machte Preußer außerdem ein Praktikum beim damaligen BVB-Trainer Jürgen Klopp.

Bei Fortuna Düsseldorf solle Christian Preußer nun vor allem junge Spieler entwickeln, erklärte Sportvorstand Uwe Klein. Genau einen solchen Trainer habe der Verein gesucht und gefunden. In Freiburg trainierte Preußer die U23, bei Rot-Weiß Erfurt arbeitete er auch als U19-Trainer und Leiter des Nachwuchsleistungszentrums.

Preußer: "Ein paar Mal aufgestiegen"

Der gebürtige Berliner hat aber noch andere Kompetenzen. "Ich bin schon ein paar Mal aufgestiegen", erklärte Preußer. Zwar wollte der neue Fortuna-Coach kein konkretes Saisonziel nennen, aber in Düsseldorf würde sich sicher niemand beschweren, wenn es am Ende der Saison für Preußer und Düsseldorf eine Klasse hoch ginge.

Stand: 18.06.2021, 08:48