25 Spieler aus NRW sind in Russland dabei

Julian Brandt (l.) und Tin Jedvaj

25 Spieler aus NRW sind in Russland dabei

Insgesamt 67 Spieler fahren zur Fußball-Weltmeisterschaft nach Russland, die bei deutschen Vereinen unter Vertrag stehen. 25 davon kommen aus NRW. Wir stellen sie vor.

25 Spieler werden bei der WM in Russland dabei sein, die mit einem Klub aus NRW einen Vertrag haben. Fünf davon tragen das Trikot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Mit Jonas Hector und Robbie Kruse sind zwei Spieler sind dabei, die bei einem Zweitligisten unter Vertrag stehen.

Goretzka geht als Schalker und kommt als Münchener zurück

Bei manchen ändert sich die Situation während des Turniers, denn zum 30. Juni laufen alte Verträge aus. Einen Tag später beginnen die neuen Engagements, wie etwa bei Leon Goretzka, der zu Beginn des Turniers noch Schalker ist, zum Ende der WM jedoch bereits in Diensten seines neuen Arbeitgebers FC Bayern München steht.

Alle 25 WM-Spieler, die in NRW-Vereinen spielen

Die NRW-Vereine aus 1. und 2. Bundesliga schicken zahlreiche Spieler zur Fußball-Weltmeisterschaft nach Russland. Die meisten Akteure entsenden die beiden Borussias aus Dortmund und Mönchengladbach.

Matthias Ginter

Matthias Ginter (Deutschland, Borussia Mönchengladbach)
Der 24jährige Gladbacher war bereits bei der letzten WM in Brasilien dabei, darf sich also Weltmeister nennen, auch wenn er ohne Einsatz blieb. Auch in Russland hat der Verteidiger keinen Stammplatz in der DFB-Elf, ganz im Gegensatz zu seinem Engagement bei der Gladbacher Borussia. Seit Sommer 2017 schnürt er für die Fohlen die Fußballschuhe und war in allen 34 Ligapartien dabei.

Matthias Ginter (Deutschland, Borussia Mönchengladbach)
Der 24jährige Gladbacher war bereits bei der letzten WM in Brasilien dabei, darf sich also Weltmeister nennen, auch wenn er ohne Einsatz blieb. Auch in Russland hat der Verteidiger keinen Stammplatz in der DFB-Elf, ganz im Gegensatz zu seinem Engagement bei der Gladbacher Borussia. Seit Sommer 2017 schnürt er für die Fohlen die Fußballschuhe und war in allen 34 Ligapartien dabei.

Thorgan Hazard (Belgien, Borussia Mönchengladbach)
Zunächst 2014 auf Leihbasis gekommen ist Thorgan Hazard seit Februar 2015 fest in Diensten der Gladbacher. Seitdem erzielte er in 114 Liga-Spielen 21 Tore für die Fohlen-Elf. Sein Vertrag läuft noch bis 2020. Allerdings stehen die Interessenten aus dem In- und Ausland bereits Schlange.

Jannik Vestergaard (Dänemark, Borussia Mönchengladbach)
Der fast zwei Meter große Abwehrhüne ist nach seinen Stationen Hoffenheim und Bremen seit zwei Jahren eine feste Größe in der Gladbacher Abwehr. In 66 Ligaspielen gelangen ihm sieben Tore. Für das dänische Nationalteam lief er 16mal auf.

Denis Zakaria (v.l.), Nico Elvedi und Josip Drmic (Schweiz, Borussia Mönchengladbach)
Das Trio gehört zu den zehn schweizer Bundesliga-Spielern, die von Trainer Vladimir Petkovic für das Turnier in Russland nominiert wurden. Die beiden 21-jährigen Spieler Zakaria und Elvedi spielten eine gute Saison und standen jeweils 30mal oder mehr für die Fohlen auf dem Platz (je zwei Tore). Stürmer Drmic kam nur auf 14 Partien (4 Tore).

Yann Sommer (l.) und Roman Bürki (Schweiz, Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund)
Im Tor der "Nati" ist Mönchengladbachs Yann Sommer die Nummer eins. Hinter ihm steht mit Roman Bürki ein anderer Borusse, allerdings aus Dortmund. Der 29 Jahre alte Sommer hat mittlerweile 35 A-Länderspiele im Tor der Schweiz absolviert, Bürki (27) kommt auf neun Einsätze.

Manuel Akanji (Schweiz, Borussia Dortmund)
Ebenfalls für die Schweiz spielt Bürkis Dortmunder Teamkollege Manuel Akanji. Der 22-jährige Verteidiger war erst im Winter vom FC Basel zum BVB gewechselt und entwickelte sich im Laufe der Rückrunde zur Stammkraft unter Trainer Peter Stöger. Für die Nationalmannschaft lief er bereits in sieben Partien auf.

Marco Reus (Deutschland, Borussia Dortmund)
Es ist erst das zweite große Länderturnier, an dem der 29jährige Mittelfeldstratege teilnimmt. Vor vier Jahren verletzte sich Reus ausgerechnet bei der WM-Generalprobe gegen Armenien schwer. Seit 2011 spielt er für den DFB, insgesamt stehen wegen seiner Verletzungsanfälliugkeit jedoch erst 31 Einsätze zu Buche. Nun kämpft er mit Mesut Özil und Julian Draxler um den Platz im linken Mittelfeld. Schlechte Karten scheint er nicht zu haben. "Er ist ein Spieler mit außergewöhnlichen Fähigkeiten. Er ist eine Rakete", befand Bundestrainer Joachim Löw jüngst. Und die soll jetzt auch endlich bei einer WM zünden.

Michy Batshuayi (Belgien, Borussia Dortmund)
Auch wenn er in der abgelaufenen Saison als Leihgabe vom FC Chelsea nur 14 Partien (neun Tore) für Borussia Dortmund absolvieren konnte, darf Michy Batshuayi mit Belgien zur WM nach Russland reisen. Der 24-Jährige wird nach dem Sommer aber erstmal wieder zum Premier-League-Klub aus London zurückkehren.

Lukasz Piszczek (Polen, Borussia Dortmund)
Eine wichtige Rolle in Polens Nationalmannschaft spielt Dortmunds Linksverteidiger Lukasz Piszczek. Der 33-Jährige ist seit 2007 Nationalspieler und hat seitdem 61 Partien für sein Land absolviert. Beim BVB kam der Pole vergangene Saison aufgrund einer Knieverletzung nur zu 24 Einsätzen in der Liga.

Raphael Guerreiro (Portugal, Borussia Dortmund)
Noch schlimmer als Piszczek erwischte es Raphael Guerreiro. Der portugiesische WM-Fahrer verpasste aufgrund diverser Verletzungen 25 Ligaspiele, feierte am letzten Spieltag bei der Auswärtsniederlage gegen 1899 Hoffenheim aber sein Comeback über 90 Minuten. Für Portugal kommt Guerreiro auf 24 Länderspiele.

Shinji Kagawa (Japan, Borussia Dortmund)
Für die japanische Nationalmannschaft fährt Dortmunds Shinji Kagawa nach Russland. Der offensive Mittelfeldspieler feierte im Mai 2008 sein Länderspieldebüt und hat seitdem 91 Partien (29 Tore) für Japan absolviert. Beim BVB warf ihn im Schlussspurt der Saison eine Knöchelverletzung zurück. Wie Guerreiro feierte der 29-Jährige aber am letzten Spieltag sein Comeback.

Takashi Usami (l.) und Genki Haraguchi (Japan, Fortuna Düsseldorf)
Gleich zwei japanische Nationalspieler stellt Bundesliga-Aufsteiger Fortuna Düsseldorf, auch wenn sowohl Takashi Usami (Leihgabe vom FC Augsburg) als auch Genki Haraguchi (Leihgabe von Hertha BSC) den Verein wohl wieder verlassen. Bei letzterem steht bereits der Wechsel zu Hannover 96 fest. Usami (26) kommt auf 23 und Haraguchi (27) auf 32 Länderspiele für Japan.

Yuya Osako (Japan, 1. FC Köln)
Auch Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln stellt mit Yuya Osako einen WM-Fahrer, der sich im Sommer aber Werder Bremen anschließen wird. Der 28-Jährige kommt auf 28 Länderspiele für Japan. Bei den Kölnern war der Angreifer in der abgelaufenen Saison in 25 Bundesligaspielen im Einsatz (vier Tore).

Jonas Hector (Deutschland, 1. FC Köln)
Selten hat ein Zweitligaspieler die Chance, für die deutsche Elf bei einem großen Turnier aufzulaufen. Doch Jonas Hector ist auf der Position des Linksverteidigers gesetzt. Bundestrainer Löw kann sich auf den 28-Jährigen verlassen. Seit 2014 bewies er in bislang 38 Länderspielen konstant gute Leistungen. Daran änderte auch die lange Verletzungspause in der gerade beendeten Spielzeit nichts.

Breel Embolo (l.) und Marko Pjaca (Schweiz und Kroatien, FC Schalke 04)
Schalke 04 entsendet gleich drei Offensivkräfte nach Russland. Die Stürmer Breel Embolo und Marko Pjaca gehen für die Schweiz und Kroatien auf Torejagd. Zur erfolgreichen Saison von Schalke 04 steuerte Embolo drei und Pjaca zwei Tore bei. Beide konnten sich jedoch nicht dauerhaft in der Schalker Startelf festspielen.

Amine Harit (Marokko, FC Schalke 04)
Der offensive Mittelfeldspieler hat neben der marokkanischen Staatsbürgerschaft auch die französische. Bis 2017 war er ausschließlich für die Nachwuchsteams der Équipe Tricolore im Einsatz und hatte Interesse an der französischen A-Nationalelf gezeigt. Doch dann entschied er sich für das Heimatland seiner Eltern zu spielen. Drei Einsätze für Marokko stehen bislang zu Buche. Nach 31 Einsätzen für die Schalker in der Debüt-Saison wurde der bald 21-Jährige von der Deutschen Fußball Liga zum "Rookie of the year" gewählt.

Leon Goretzka (Deutschland, FC Schalke 04)
Als Schalker fährt Leon Goretzka nach Russland, als Münchner Bayer kehrt er zurück. Zum 1. Juli steht der gebürtige Bochumer beim deutschen Rekordmeister unter Vertrag. Er ist im Mittelfeld sicher nicht gesetzt, zu groß ist die Konkurrenz. Da er aber variabel einsetzbar ist, wird er seine Einsatzzeiten bekommen. Und so sieht er selbst seine Rolle: "Ich will Druck ausüben auf die Spieler, die eine vermeintliche Stammplatzgarantie haben, so wollen wir uns nach oben pushen", sagt der 23-Jährige, der bislang in 15 Partien für die deutsche Nationalelf sechsmal traf.

Julian Brandt (l.) und Tin Jedvaj (Deutschland und Kroatien, Bayer 04 Leverkusen)
Nachdem Bernd Leno und Jonathan Tah kurz vor der WM noch aussortiert wurden, ist Julian Brandt der einzige deutsche Nationalspieler von Bayer Leverkusen bei der WM. Der 22-Jährige kommt bereits auf 16 Länderspiele und kam in der abgelaufenen Saison in allen 34 Ligaspielen seines Vereins zum Einsatz. Zweiter Leverkusener WM-Fahrer ist Verteidiger Tin Jedvaj, der für Kroatien (zwölf Länderspiele) antritt.

Robbie Kruse (Australien, VfL Bochum)
Er ist unter den Fußballfreunden in Deutschland sicher kein Unbekannter mehr. Der 29jährige Australier kam 2011 zur Fortuna nach Düsseldorf, und landete über die Stationen Bayer Leverkusen, VfB Stuttgart und Liaoning Hongyun 2017 bei Zweitligist VfL Bochum. Dort gelangen ihm 5 Tore in 25 Partien. Ebenfalls fünfmal traf "Skippy", wie er gerufen wird, in 60 Partien für die australische Nationalelf.

So bereitet sich der Westen auf die Fifa-Fußball-WM 2018 vor

WDR 2 | 07.06.2018 | 03:05 Min.

Download

Stand: 10.06.2018, 15:07