Veh greift an - Machtkampf beim 1. FC Köln

Armin Veh (l.), Werner Spinner

Veh greift an - Machtkampf beim 1. FC Köln

  • Armin Veh deutet Rücktritt beim 1. FC Köln an
  • Offenbar Machtkampf mit Vorstand Werner Spinner
  • Mannschaft feiert Karneval

Der 2:1-Arbeitssieg beim FC Ingolstadt war gerade in trockenen Tüchern und die Spieler des 1. FC Köln bereiteten sich schon seelisch auf die Karnevalsfeierlichkeiten in der Kölner Heimat vor - da ließ Armin Veh auf der Pressekonferenz nach dem Spiel eine verbale Bombe platzen.

"Es gibt für mich ein Problem innerhalb des Vereins. Das hat mit Vertrauen zu tun und ist wenig reparabel. Jetzt könnt ihr euch aussuchen, was ich damit meine", sagte der 58-Jährige nach übereinstimmenden Medienberichten nach dem 2:1-Sieg am Sonntag (03.03.19) . Und Veh ergänzte: "Ich weiß nicht, was das für Konsequenzen hat. Aber irgendwann gibt es welche."

Differenzen mit Klubchef Werner Spinner

Bereitet der Geschäftsführer des 1. FC Köln bereits seinen Abschied vor? Veh werden seit geraumer Zeit Differenzen mit Klub-Präsident Werner Spinner (70) nachgesagt. Dieser hatte angeblich die harsche Kritik von Veh an Trainer Markus Anfang nach dem 2:3 beim SC Paderborn kritisch aufgefasst und sich mehr Rückendeckung für den Coach gewünscht. Spinner befand sich am Sonntag noch im Ski-Urlaub und wird erst am Rosenmontag in Köln zurückerwartet.

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Sportschau 04.03.2019 00:43 Min. Verfügbar bis 04.03.2020 ARD

Vehs interne Attacke kommt umso überraschender, als der Klub drauf und dran ist, sein wichtigstes Ziel zu erreichen: Der Wiederaufstieg in die Bundesliga ist nach drei Siegen innerhalb der letzten Woche mittlerweile schon greifbar nahe.

Schumacher: "Haben Aufstieg versprochen"

Vizepräsident Toni Schumacher, der am Mittwoch seinen 65. Geburtstag feiert, will sich jedenfalls nur auf dieses Ziel fokussieren: "Wir haben unseren Mitgliedern den Aufstieg versprochen. Da werden wir alles andere hinten anstellen und Ruhe im Verein bewahren."

Ob Schumacher in diesem Jahr möglicherweise Vereinschef des Zweitligisten und Nachfolger von Präsident Werner Spinner wird, ließ er offen. "Wir Drei, Werner Spinner, Markus Ritterbach und ich, werden uns zu gegebener Zeit dazu äußern. Es wäre das falsche Zeichen, jetzt eine Funktionärsdiskussion im Verein zu führen, das bringt nur Unruhe. Wir konzentrieren uns erstmal auf das Hier und Jetzt - und damit auf das Ziel, aufzusteigen", betonte Schumacher.

Stand: 04.03.2019, 09:32

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