KFC über protestierende Fans: "Bleibt zu Hause"

Uerdinger Fans während des Spiels gegen Münster

KFC über protestierende Fans: "Bleibt zu Hause"

Viele Fans des KFC Uerdingen haben sich beim Heimspiel in Duisburg gegen Preußen Münster klar gegen Montagsspiele positioniert - der Verein reagiert nun mit Unverständnis.

Beim 0:0 verpasste Uerdingen einen Sieg im Aufstiegskampf. Im Mittelpunkt für viele Fans stand aber der Protest gegen die Ansetzung der Partie an einem Montagabend. Dieser - und auch einige andere Termine - werden quer durch alle Ligen von Fans kritisiert. Die Uerdinger Fanszene machte ihren Unmut mit Trillerpfeifen deutlich. Dem Verein passt das nicht.

KFC: "Das sind für uns keine Fans"

Nach Angaben eines Journalisten des Tagesspiegels ließ der Klub ein kritisches Banner während des Spiels entfernen, am Dienstag (26.02.2019) kritisierte der KFC die eigenen Anhänger für ihre Proteste.

3. Liga - Münster trotzt Uerdingen Remis ab Sportschau 25.02.2019 03:18 Min. Verfügbar bis 25.02.2020 Das Erste

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"Das sind aus unserer Sicht keine echten Fans", teilte der Klub in einer Stellungnahme mit und legte den Protestierenden nahe, doch künftig Montags zu Hause zu bleiben. Es gehe bei den TV-Verträgen, die die Montagsspiele beinhalten, nunmal um viel Geld. "Und will man wirklich nur samstags spielen und jedes Wochenende mit der Bundesliga und Vereinen in der Region wie Borussia Mönchengladbach, Fortuna Düsseldorf, Borussia Dortmund und Schalke konkurrieren?"

Zudem soll ein Fan den Uerdinger Investor Michail Ponomarev per Megafon angebrüllt haben. Dieser steht häufig in der Kritik, da er eine Abkehr des deutschen Fußballs von der 50+1-Regel fordert, die eine Stimmenmehrheit für den Stammverein sichert.

Stand: 26.02.2019, 18:37