Uerdingen-Boss Ponomarew will 50+1-Regel abschaffen

Uerdingen-Boss Ponomarew will 50+1-Regel abschaffen

  • Uerdingen-Präsident Ponomarew will mehr Investoren
  • Hoffen auf Abschaffung der 50+1-Regel
  • Ponomarew: "Bundesliga ist nur noch Entwicklungsliga"

Der Investor und Präsident des KFC Uerdingen Michail Ponomarew hofft auf eine baldige Abschaffung der sogenannten 50+1-Regel im deutschen Fußball. "Ich weiß den Zeitpunkt nicht, aber das muss fallen", wird der russische Unternehmer am Freitag (15.02.2019) in der "Rheinischen Post" zitiert. "Das ist wichtig für den deutschen Fußball in Europa."

Ponomarew: "50+1-Regel muss fallen"

Die nur in Deutschland gültige Regel soll den Einfluss externer Investoren begrenzen. Sie stellt sicher, dass Vereine auch dann die Entscheidungsgewalt über ihre Profiabteilungen behalten, wenn sie diese in eine Kapitalgesellschaft ausgliedern.

Laut Ponomarew braucht die höchste deutsche Spielklasse Investoren, um mit den anderen starken Ligen mithalten zu können. "Es gibt doch jetzt schon kaum wirtschaftlich halbwegs gleiche Rahmenbedingungen", sagte der 44-Jährige. "Die englische Premier League und die spanische La Liga sind enteilt. Der deutsche Fußball braucht richtige Investoren. Die Bundesliga ist nur noch eine Entwicklungsliga."

"Gigantisches Potenzial" mit Uerdingen

Ponomarev zeigte sich zufrieden mit seinem Engagement beim Drittligisten. "Krefeld bietet sehr viele Möglichkeiten, ich sehe hier gigantisches Potenzial." Ob er auch gerne bei Fortuna Düsseldorf oder Borussia Mönchengladbach eingestiegen wäre? "Die Realität ist doch, dass es mir aktuell überhaupt nicht möglich ist, große Anteile solcher Klubs zu erwerben und mich zu engagieren. Uerdingen war das Beste, was ich gefunden habe."

"Löwen" holen in Unterzahl einen Punkt gegen KFC Uerdingen Sportschau 09.02.2019 01:58 Min. Verfügbar bis 09.02.2020 Das Erste

Stand: 15.02.2019, 11:00