Schalke-Start: Große Euphorie, kleine Erwartung

Stand: 22.06.2022, 15:54 Uhr

Vor vielen Fans und in bester Stimmung ist Schalke 04 in die Vorbereitung auf die Bundesliga-Saison gestartet - aber auch mit einige Sorgen und Fragezeichen.

Schon mit dem Trainingsauftakt hat sich der FC Schalke 04 auf eine schwierige Saison nach dem Wiederaufstieg in die Fußball-Bundesliga eingestellt. "Das Jahr wird elementar schwer", sagte Sportchef Rouven Schröder am Mittwoch (22.06.2022) nach dem ersten Training unter Neu-Coach Frank Kramer vor rund 1.000 Anhängern im alten Parkstadion.

Für den einstigen Champions-League-Dauergast geht es in der Saison 2022/23 ausschließlich um den Klassenverbleib. "Wir dürfen keinen Millimeter von unseren Gemeinschaft weg", sagte Schröder: "Die brauchen wir, um unsere Punkte zu holen."

Neue Doppelspitze mit Terodde und Polter

Neu-Trainer Kramer hatte zum Auftakt noch einen reichlich unfertigen Kader zur Verfügung. Von den bislang acht neuen Spielern waren zunächst nur fünf Akteure dabei. Darunter der vom VfL Bochum gekommene Stürmer Sebastian Polter.

"Ich bin mit 31 Jahren im besten Fußballer-Alter, natürlich bin ich heiß", sagte Polter, der mit zehn Toren in der Vorsaison noch maßgeblich zum Klassenerhalt des Schalker Nachbarn VfL Bochum beigetragen hatte. Kramer baut auf den Routinier und natürlich auf Zweitliga-Torschützenkönig Simon Terodde.

Abwehr noch ein Sorgenkind

"Simon und Polti können gut zusammen spielen", erklärte Kramer: "Polti ist eine Abrissbirne und Simon eher ein Schleicher. Die könne natürlich zusammen spielen." Auf die Angriffs-Alternativen Marvin Pieringer und Marius Bülter muss er zunächst noch verzichten. Bülter ist noch angeschlagen, bei Pieringer fiel ein Corona-Schnelltest positiv aus.

Gesucht wird Verstärkung noch insbesondere für die Abwehr. Allerdings muss Schalke auch nach dem Wiederaufstieg arg sparen. Viel dürfte davon abhängen, ob und wie schnell Schröder zuletzt verliehene Spieler wie Ozan Kabak, Rabbi Matondo und Amine Harit von der Gehaltsliste bekommt.

Sein neuer Coach muss zudem mit der Bürde kämpfen, vom Schalker Anhang kritisch beäugt zu werden. Der 50-Jährige gab sich am Mittwoch aber betont gut gelaunt: "Ich bin voller Vorfreude. Da geht einem doch das Herz auf."