In Köln gibt es nur ein Ziel: Aufstieg

Können die Kölner am Saisonende wieder jubeln?

In Köln gibt es nur ein Ziel: Aufstieg

Von Cora Lanzerath

  • Köln zwischen Europa-Himmel und Liga-Hölle
  • Nach Abstieg zählt nur die direkte Bundesliga-Rückkehr
  • Neuer Trainer, neues System, sieben neue Spieler

Der 1. FC Köln will mit aller Macht zurück in die Bundesliga. Für dieses Ziel wurde viel verändert: der Trainer, das System und ein Großteil des Teams.

So lief die vergangene Saison

Die Saison des FC lässt sich kaum in Worte fassen. Auf der einen Seite die riesige Euphorie um die Europa-Rückkehr, auf der anderen der historische Absturz in der Liga. Es war wohl genau diese Zerrissenheit, die dem Klub zum Verhängnis wurde.

Während Köln sich in der Europa League mit Siegen gegen Borissow und Arsenal noch einigermaßen achtsam aus der Affäre zog, befand man sich in der Bundesliga in freiem Fall. Erst am 17. Spieltag holte der FC den ersten Sieg - da war von dem ehemaligen Erfolgs-Duo Jörg Schmadtke und Peter Stöger schon keiner mehr im Amt. Am Ende stieg man sang- und klanglos ab.

Wer kommt, wer geht

Timo Horn (vorne links) und Jonas Hector (v.r.) blieben dem FC treu.

Timo Horn (vorne links) und Jonas Hector (v.r.) blieben dem FC treu.

Zehn Spieler verließen die Geißböcke, darunter auch Stützen der letzten Jahre wie Leonardo Bittencourt und Dominic Heintz. Geholt wurden sieben neue, überwiegend zweitligaerfahrene Profis. Mit Benno Schmitz und Matthias Bader wurde auch die seit Jahren vakante Position des Rechtsverteidigers doppelt besetzt. Spielen wird hier zu Saisonbeginn keiner von beiden, da sich die Neuzugänge während der Vorbereitung verletzten.

Die eigentliche Frage in Köln war aber ohnehin nicht, wer kommt oder geht, sondern: Wer bleibt? Und da haben mit Marco Höger, Marcel Risse, Timo Horn und allen voran Nationalspieler Jonas Hector gleich vier Leistungsträger ein Zeichen gesetzt.

Der Trainer

Schon im Winter legte man sich am Geißbockheim auf Markus Anfang als neuen Trainer fest. Der Kieler Erfolgscoach kam mit einer klaren Spielidee: Offensiv will er agieren, den Gegner dominieren und möglichst viele Situationen spielerisch lösen - alles keine Merkmale, die den FC in den vergangenen Jahren auszeichneten.

Kommt mit einer klaren Spielidee: FC-Trainer Markus Anfang.

Kommt mit einer klaren Spielidee: FC-Trainer Markus Anfang.

Dementsprechend schwer taten sich die Profis anfangs mit dem neuen System. Zuletzt aber zeigte die Formkurve nach oben - die Spielabläufe und Kombinationen wurden besser. Geholfen hat dabei auch, dass Anfang mit Rafael Czichos und Dominick Drexler zwei Kieler mit nach Köln brachte, die seine Philosophie bereits verinnerlicht haben.

Erwartungen an die neue Saison

Es zählt nur der direkte Wiederaufstieg. Denn die Kölner haben neben dem HSV den höchsten Etat, laut Manager Armin Veh einen "stärkeren Kader als letztes Jahr" und den ungebrochenen Zuspruch der Fans - 50.000 kamen zur offiziellen Saisoneröffnung. Das alles ist zwar keine Aufstiegs-Garantie, aber die Voraussetzungen könnten schlechter sein.

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Stand: 31.07.2018, 08:00