RWE nur mit Remis - Fortuna und Lippstadt vorne

Hendrik Lohmar (r./SC Wiedenbrück) verteidigt gegen Marco Kehl-Gomez (Rot-Weiss Essen)

RWE nur mit Remis - Fortuna und Lippstadt vorne

Die Regionalliga West ist in die neue Saison gestartet. Nach dem Remis im Auftaktspiel der Regionalliga West zwischen Rödinghausen und Münster hat auch Aufstiegsaspirant Rot-Weiss Essen am Samstag Punkte liegen gelassen.

RWE musste sich mit einem 1:1 (0:0) gegen den SC Wiedenbrück begnügen. Simon Engelmann brachte die Hausherren nach 55 Minuten mit 1:0 verdient in Führung. Wiedenbrück wurde erst in der Schlussphase gefährlich und kam in der Nachspielzeit zum Ausgleichstreffer durch Daniel Latkowski, der aus 20 Metern in den Winkel traf.

Alemannia Aachen musste sich im ersten Saisonspiel im eigenen Stadion gegen Borussia Dortmund II mit 0:1 (0:0) geschlagen geben. Steffen Tigges erzielte das einzige Tor des Spiels. Erste Tabellenführer der neuen Spielzeit sind Fortuna Köln nach einem 2:0-Auswärtserfolg in Bergisch Gladbach und der SV Lippstadt nach einem 2:0 beim VfB Homberg. Der Wuppertaler SV feierte einen 1:0-Heimsieg gegen Rot Weiss Ahlen.

Zum Auftakt am Freitag hatte es zwischen dem SV Rödinghausen und Drittliga-Absteiger Preußen Münster ein 1:1 (1:0)-Unentschieden gegeben. Vor 300 Zuschauern im Wiehenstadion brachte Rick ten Voorde Rödinghausen in der 29. Minute per Elfmeter in Führung. Jules Schwadorf glich kurz nach der Pause für Münster aus (47.).

Nur 300 Zuschauer erlaubt

Nach aktuellem Stand dürfen bei den Partien 300 Zuschauer im Stadion live dabei sein. Während Rot-Weiss Essen gar keine Karten in den freien Verkauf gibt und die Fans stattdessen mit einem Livestream von den Spielen versorgt, sind die Ideen bei den anderen Klubs durchaus phantasievoll.

SV Rödinghausen hat die Eintrittskarten beim Eröffnungsspiel an Dauerkarteninhaber, Sponsoren und Familienangehörige der Spieler verteilt, Alemannia Aachen ließ sich für die rund 1.300 Dauerkarteninhaber ein Rotationssystem einfallen. "Alle sollen bis Ende Oktober zweimal in den Genuss eines Stadionbesuchs kommen", erklärte Alemannia-Geschäftsführer Hans-Peter Lipka.

Mammutsaison mit 42 Spieltagen

Sollte die Mammut-Saison mit 21 Teams und 42 Spieltagen wie geplant durchgezogen werden, steht der Top-Favorit auf den Meistertitel im Vorfeld mit Rot-Weiss Essen fest. Die Essener haben auf dem Transfermarkt trotz der Coronaproblematik kräftig zugeschlagen und werden von eigentlich allen Konkurrenten als stärkstes Team eingeschätzt.

Allerdings gibt es gleich eine Handvoll Geheimfavoriten: Die Zweitvertretung von Borussia Dortmund hat in der Vorbereitung einen hervorragenden Eindruck hinterlassen, Fortuna Köln spekuliert ebenfalls auf eine Außenseiterchance. "Wir werden versuchen, mit einem kompakten Teamgeist die Vorteile der nominell besser aufgestellten Konkurrenten auszugleichen", hat Fortunas neuer Trainer Alexander Ende angekündigt.

Spielausfälle schon am 1. Spieltag

Wie schwierig die Saison allerdings organisatorisch werden kann, wurde gleich am ersten Spieltag deutlich: Die Partie zwischen Aufsteiger Wegberg Beeck und RW Oberhausen musste verlegt werden, weil es bei RWO positive Coronatests gab. Aus dem gleichen Grund wurde bereits die Partie zwischen den Sportfreunden Lotte und dem Bonner SC nach hinten verschoben.

Geht alles nach Plan, endet die Hinrunde mit dem 21. Spieltag am Wochenende 18. bis 21. Dezember. Nach einer kurzen Pause soll der Spielbetrieb Mitte Januar wieder aufgenommen werden. Der abschließende 42. Spieltag ist für den 5. Juni vorgesehen.

RWE-Boss Uhlig: "Schwer vorstellbar, dass ein Viertligist ohne Zuschauer bis Weihnachten überlebt"

Sportschau 14.08.2020 00:31 Min. Verfügbar bis 14.08.2021 ARD Von Julian Tilders


Stand: 05.09.2020, 15:55