Florian Kainz (r.) vom 1. FC Köln im Spiel gegen Partizan Belgrad

Köln verzweifelt an Partizan Belgrad

Stand: 06.10.2022, 22:54 Uhr

Der 1. FC Köln hat im Heimspiel gegen Partizan Belgrad die erste Niederlage in der Europa Conference League einstecken müssen.

Das Team von Trainer Steffen Baumgart verlor am Donnerstagabend gegen den serbischen Vertreter knapp mit 0:1 (0:1) und rutschte in der Tabelle der Gruppe D auf den dritten Platz ab.

Für das dritte Gruppenspiel hatte Baumgart sieben Änderungen an seiner Startelf vorgenommen. In Kapitän Jonas Hector, Ellyes Skhiri und Dejan Ljubicic saßen drei Leistungsträger auf der Bank. Hector und Skhiri hatte Baumgart schon beim vorherigen Spiel gegen den FC Slovacko (4:2) zunächst draußen gelassen. Neben Torhüter Marvin Schwäbe blieben aus der Startelf, die Borussia Dortmund mit 3:2 bezwang, nur die Luca Kilian, Ondrej Duda und Florian Kainz drin.

Frühe Führung für Partizan - Dietz vergibt Großchance

Beide Mannschaften begegneten sich in der Anfangsphase auf Augenhöhe und offensiv. Die Gäste gingen in der 9. Minute mit einer Standardsituation in Führung: Svetozar Markovic verlängerte eine Freistoßflanke mit dem Kopf ins Kölner Tor. Der FC erhöhte nach dem frühen Rückstand umgehend den Druck auf das Tor der nun tief stehenden Serben, ohne jedoch wirklich gefährlich zum Abschluss zu kommen. Sargis Adamyan gab in der 20. Minute den ersten wirklichen Kölner Torschuss ab, verfehlte das Ziel aber deutlich.

Kurz darauf wurde es erstmals wirklich gefährlich vor dem Tor von Partizan: Eine Flanke von Kingsley Schindler beförderte Adamyan per Kopf an die Querlatte (24.). Kurz darauf wurde auch Belgrads Torhüter Aleksandar Popovic erstmals bei einem Schuss von Kainz geprüft, den er aber ohne Probleme im Nachfassen festhielt (29.). Florian Dietz hätte in der 32. Minute eigentlich für den FC ausgleichen müssen, köpfte freistehend aber in die Arme von Popovic.

Partizan tauchte zwar nur noch selten vor dem Kölner Tor auf, wurde dabei aber durchaus gefährlich. In der 41. Minute bewahrten FC--Schlussmann Schwäbe und der Pfosten Köln vor dem 0:2 durch Fousseni Diabaté. Es war die letzte Chance vor der Pause.

Schwäbe rettet immer wieder für Köln

Der FC kam druckvoll aus der Kabine und erspielte sich umgehend mehrere Eckbälle. Den ersten gefährlichen Abschluss verbuchte Duda in der 53. Minute, schoss aber knapp am Tor vorbei. Der Slowake hatte auch die nächste Kölner Chance, als er einen strammen Schuss ins Außennetz setzte (60.).

Aber auch Partizan blieb bei den wenigen Angriffen weiter gefährlich. Ein Versuch von Ricardo Gomes wurde geblockt (61.), die Abschlüsse von Queensy Menig (63.) und Andrija Pavlovic (64.) parierte der überragende Schwäbe. Zuvor hatte Baumgart dreifach gewechselt und mit Linton Maina, Hector und Ljubicic frische Kräfte gebracht (62.). Für die letzten 20 Minuten kamen bei Köln noch Steffen Tigges und Mark Uth, der sein erstes Spiel in dieser Saison bestritt.

Köln drückt, Partizan hat die Großchancen

Die Domstädter liefen weiter verzweifelt an, kamen aber nur selten zu wirklich guten Abschlüssen gegen kompakt verteidigende Serben. Ein Schuss von Hector stellte keine größeren Probleme für Partizans Keeper Popovic dar (78.). Auch Adamyans Versuch konnte der Schlussmann locker festhalten (81.). Gefährlicher wurde es bei einer Direktabnahme von Tigges, die aus fünf Metern knapp den Pfosten verfehlte (83.).

Stattdessen hätte Patrick Andrade beinahe für die Entscheidung zugunsten der Gäste gesorgt. Bei einem Konter tauchte der Mittelfeldspieler von Partizan frei vor Schwäbe auf und verlor das Duell mit dem FC-Keeper (90.+1). Auf der anderen Seite schoss Ljubicic über das Tor (90.+2). Tigges hatte in der 7. Minute der Nachspielzeit noch einmal eine Kopfballchance, kurz darauf verhinderte Popovic noch in höchster Not ein Eigentor der Serben.

Derby gegen Gladbach

Für die Kölner steht am Sonntag (15.30 Uhr) bereits der nächste Höhepunkt auf dem Programm. Dann ist der FC zum rheinischen Derby bei Borussia Mönchengladbach zu Gast.

Quelle: bh