Solidarität: CL-Klubs stellen 20 Millionen Euro zur Verfügung

Ein Fußball liegt auf einem Haufen voller Geldscheine.

Solidarität: CL-Klubs stellen 20 Millionen Euro zur Verfügung

  • CL-Quartett stellt Profiklubs 20 Mio. Euro zur Verfügung
  • Unterstützung für Klubs der Bundesliga und 2. Bundesliga
  • DFL soll über die Verteilung der Gelder entscheiden

Im Rahmen einer Solidaritätsaktion stellen die deutschen Champions-League-Teilnehmer aus Dortmund, Leverkusen, München und Leipzig insgesamt 20 Millionen Euro zur Verfügung. Ziel sei es, in Zeiten der Coronakrise Teams der Bundesliga und 2. Bundesliga finanziell zu unterstützen, heißt es in einer Mitteilung von Borussia Dortmund am Donnerstag (26.03.2020).

Verzicht auf Anteile der kommenden Saison

Die vier Klubs verzichten demnach zunächst auf ihren Anteil an noch nicht verteilten nationalen Medienerlösen der Deutschen Fußball Liga (DFL) in der kommenden Saison. Dieser Betrag, der bei Anwendung des derzeitigen Verteiler-Schlüssels rund 12,5 Millionen Euro ausmachen würde, werde seitens des Quartetts noch einmal um 7,5 Millionen Euro aus eigenen Mitteln aufgestockt. Über die Kriterien zur Verteilung der 20 Millionen Euro soll das DFL-Präsidium befinden, heißt es.

Hans-Joachim Watzke

Hans-Joachim Watzke

"Wir haben immer gesagt, dass wir uns solidarisch zeigen werden, wenn Klubs unverschuldet durch diese absolute Ausnahmesituation in eine Schieflage geraten, die sie alleine nicht mehr beherrschen können", wird Borussias Geschäftsführer auf der vereinseigenen Webseite zitiert. Der BVB wirke aktuell durch vielfältige Aktionen tief in die Gesellschaft hinein. "Und natürlich sind wir auch bereit, im Profifußball zu helfen, wenn es am Ende darum geht, wirtschaftliche Konsequenzen der Pandemie ein Stück weit aufzufangen," so Watzke.

Rudi Völler

Rudi Völler

Auch Leverkusens Geschäftsführer Sport Rudi Völler aüßerte sich auf der Bayer-Homepage: "Ich habe meine Spielerkarriere in der 2. Liga begonnen, hatte auch dort eine tolle Zeit, ich kenne und schätze beide Ligen – sie sind ein kostbares Gut, das wir gemeinsam schützen müssen. Bei aller Rivalität zwischen den Vereinen ist es jetzt wichtig, dass wir uns gegenseitig helfen."

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Sportschau 26.03.2020 04:17 Min. Verfügbar bis 26.03.2021 ARD

Bayer Leverkusens Geschäftsführer Fernando Carro

Fernando Carro

Geschäftsführer Fernando Carro fühlt sich aufgefordert, einen Beitrag für die Gemeinschaft zu leisten. "Letztlich müssen alle Beteiligten ein Interesse daran haben, die Stabilität der Strukturen zu gewährleisten", so Carro. "Nur dann werden wir als Bundesliga und 2. Liga auch in Zukunft die Strahlkraft und Attraktivität gewährleisten können, von der wir bislang alle profitiert haben."

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) reagierte mit großer Dankbarkeit auf die gemeinsame Solidaraktion des CL-Quartetts. "Diese Aktion unterstreicht, dass Solidarität in der Bundesliga und 2. Bundesliga kein Lippenbekenntnis ist", sagte DFL-Boss Christian Seifert: "Das DFL-Präsidium ist den vier Champions-League-Teilnehmern sehr dankbar im Sinne der Gemeinschaft aller Klubs."

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Zur Einordnung: Für die Teilnahme an der Gruppenphase der Champions League erhalten die Vereine in der Saison 2019/20 laut UEFA 15,25 Millionen Euro Startprämie. Zusätzlich gibt es für jedes Gruppenspiel leistungsabhängige Prämien: 2,7 Millionen. Euro für einen Sieg, 900.000 Euro für ein Unentschieden.

bvb/bayer/sid | Stand: 26.03.2020, 14:08