Schalke 04: Heidel wehrt sich gegen externen Rat, Teil 2

Christian Heidel (l.) und Axel Schuster (r.)

Schalke 04: Heidel wehrt sich gegen externen Rat, Teil 2

Von Jörg Strohschein

  • Aufsichtsratschef Clemens Tönnies hatte externe Unterstützung vorgeschlagen.
  • Sportvorstand Christian Heidel wehrt sich vehement.
  • Der 55-Jährige will seine Arbeitsweise wohl so fortsetzen wie bisher.

Die Ausgaben lagen vor der Saison mit rund 53 Millionen Euro im Schalker Rekordbereich. Und auch frühere Transfers wie Breel Embolo (rund 21 Millionen Euro), bislang teuerster Spieler in der Vereinsgeschichte, oder auch Yevhen Konoplyanka (12) sind hinter den Erwartungen deutlich zurückgeblieben. Im Aufsichtsratsgremium soll die Kritik an der sportlichen Führung zuletzt allerdings deutlich gewachsen sein.

Umso überraschender ist Heidels Bewertung seiner Arbeit im Sommer. "Egal welcher Experte da auf Schalke auch tätig wäre: Ich garantiere mal fast, dass bei den Neuzugängen kein Widerspruch gekommen wäre." Der Sportvorstand stellte ganz im Gegenteil fest: Im Sommer sei Schalke für diese Verpflichtungen gefeiert worden.

Sportdirektor Axel Schuster ist enger Vertrauter

Gemeinsam mit Schalkes Sportdirektor Axel Schuster, bereits in Mainz die rechte Hand und enger Vertrauter Heidels, sollen die Geschäfte offenbar so weitergeführt werden wie bisher auch. Dabei ist Heidel, der Spieler gerne per Statistikzettel analysiert, kein ausgewiesener Sportexperte. Bei detaillierten sportlichen Fragen zur Mannschaft und zu Partien verweist der Sportvorstand gerne auf Trainer Domenico Tedesco.

Doch gerade dem erst 33 Jahre alten Fußballlehrer täte sportlicher Rat in dieser prekären Phase des Klubs aufgrund mangelnder Erfahrung sicher gut. Fußballerische Fachkompentenz ist in den Gremien des Klubs allerdings nicht gerade übermäßig vorhanden. Lediglich Ex-Trainer Huub Stevens, der zuletzt aber mit gesundheitlichen Problemen (Herz-Operation) zu kämpfen hatte, ist hin und wieder in diesen Fragen Gesprächspartner Tedescos.

Mit seinen Aussagen hat Heidel das Thema erst einmal - für sich - beendet. Sollten die Schalker allerdings bis zur Weihnachtspause in der Bundesliga weiter Misserfolgserlebnisse sammeln, dürfte es ihn schneller wieder einholen, als es Heidel lieb sein kann.

Lesen sie in Teil I: Heidel lehnt BVB-Modell für Schalke ab

Stand: 12.12.2018, 10:24