Schneider setzt Tedesco auf Schalke unter Druck

Jochen Schneider

Schneider setzt Tedesco auf Schalke unter Druck

  • Schalkes neuer Sportvorstand Jochen Schneider vorgestellt
  • Trainer Domenico Tedesco erhält Bewährungschance
  • Schneider will Verantwortung verteilen

Schalkes neuer Sportvorstand Jochen Schneider gibt Trainer Domenico Tedesco keine längerfristige Jobgarantie bei dem Fußball-Bundesligisten. "Es geht darum, dass wir die Trendwende schaffen, um die Kurve zu kriegen", sagte Schneider bei seiner Vorstellung am Dienstag (05.03.2019) in Gelsenkirchen. In der Partie am Freitag bei Werder Bremen wird Tedesco auf der Bank sitzen. "Aber es ist nicht die Zeit für Lippenbekenntnisse."

Tedesco ein "wunderbarer Trainer"

Tedesco sei "ein wunderbarer Trainer, wir mögen und schätzen uns sehr." Ob Bremen bereits ein "Endspiel" für Tedesco ist, ließ Schneider offen. "Ich bin ein großer Freund von Kontinuität, aber Kontinuität darf nicht die Ziele gefährden", sagte Schneider, der keine "Fristen setzen" wollte: "Interessant ist nicht, was in den nächsten drei, vier Wochen, sondern was am Freitag passiert. Wir legen alles in dieses Spiel."

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Er habe die "Mannschaft positiv wahrgenommen. Es herrscht ein gutes Miteinander. Es sind gute Jungs, die allerdings verunsichert sind. Die Spieler haben den Ernst der Lage erkannt." Der aktuelle Tabellenplatz spiegele nicht die Qualität der Mannschaft wieder.

Nur noch vier Punkte auf Relegationsplatz 16

Nach der desaströsen 0:4-Niederlage des Bundesliga-14. am vergangenen Samstag im Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf war über eine möglicherweise bevorstehende Trennung von dem 33 Jahre alten Tedesco spekuliert worden. Die Mannschaft des Vorjahreszweiten hat vor dem 25. Spieltag als Tabellenvierzehnter nur noch vier Punkte Vorsprung auf Relegationsplatz 16.

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Sportdirektor und Technischer Direktor für S04

Schneider will in seiner Funktion weitere Personalentscheidungen forcieren. "Wir werden neben einem neuen Sportdirektor auch noch einen Technischen Direktor installieren", so Schneider. Laut Schneider könne eine einzelne Person die zahlreichen tagtäglich anstehenden Aufgaben in der sportlichen Verantwortung bei dem Traditionsclub nicht alleine stemmen.

"Andere Vereine ähnlicher Größe haben sich in der Vergangenheit bereits breiter aufgestellt und die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt. Das werden wir auch machen", meinte der 48-Jährige.

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Vertrag bis 2022

Schneiders Vorgänger Christian Heidel hatte am 23. Februar nach dem 0:3 des Revierclubs in Mainz seinen Rückzug spätestens zum Saisonende erklärt. Vor einer Woche hatten die Königsblauen dann Schneider verpflichtet, der zuletzt Leiter Sport und Internationalisierung beim Liga-Rivalen RB Leipzig war und beim Traditionsverein einen Vertrag bis zum 30. Juni 2022 erhält.

Stand: 05.03.2019, 14:22