Aufatmen bei Schalke: Tedescos Mut wird belohnt

Torwartwechsel - Tedesco vertraut auf Nübel und wird belohnt Sportschau 21.01.2019 01:07 Min. Verfügbar bis 21.01.2020 Das Erste

Aufatmen bei Schalke: Tedescos Mut wird belohnt

  • FC Schalke startet mit Sieg in Bundesliga-Rückrunde
  • Torhüter Nübel überzeugt - Fans feiern ihn
  • Ralf Fährmann nicht immer mit überzeugenden Leistungen

Die Laune beim FC Schalke 04 ist wieder etwas besser. Mit dem hart umkämpften 2:1 (1:1)-Erfolg über den VfL Wolfsburg am Sonntagabend (21.01.2019) hat sich der Vizemeister vorerst von akuten Abstiegssorgen befreit und den Grundstein für eine bessere Rückrunde gelegt.

Besonders Domenico Tedesco dürfte nach dem Abpfiff ein Stein vom Herzen gefallen sein. Denn Schalkes Trainer hatte vor der Partie mit der Aufstellung von Torhüter Alexander Nübel überrascht, Kapitän Ralf Fährmann musste auf der Bank Platz nehmen.

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Tedesco lief damit Gefahr, sich erneut dem Zorn der Fans auszusetzen. Im Sommer hatte bereits der damalige Kapitän und Vereinsikone Benedikt Höwedes, der sich mit Tedesco offenbar überworfen hatte, den Klub Richtung Russland verlassen.

Erst Höwedes, dann Naldo, nun Fährmann?

Schalkes Kapitän Ralf Fährmann (links) und Trainer Domenico Tedesco.

Ralf Fährmann (links) und Trainer Domenico Tedesco.

Und erst vor wenigen Wochen hatte der in der Vorsaison noch von allen S04-Verantwortlichen in den Himmel gelobte Abwehrchef Naldo, den Tedesco in der Hinrunde nur noch sporadisch einsetzte, dem Klub den Rücken gekehrt und war zur AS Monaco gewechselt. Sowohl Höwedes als auch der von seinen Mitspielern "Papa" gerufene Naldo waren bei den königsblauen Anhängern sehr beliebt, echte Identifikationsfiguren.

Und nun auch noch Fährmann. Doch anders als bei Höwedes und Naldo standen die meisten Fans hinter der Entscheidung und feierten den jungen Keeper mit Sprechchören. Tedesco führte "rein sportliche Gründe" für den Wechsel an: "Die Entscheidung ist uns extrem schwergefallen. Er ist zu Recht unser Kapitän und bleibt es auch, ein super Mensch und super Torwart. Aber in den letzten Spielen waren ein paar Unsicherheiten dabei. Wir hatten das Gefühl, dass Ralle nicht frei im Kopf ist." Der 22-jährige Nübel gilt als großes Talent und hatte Fährmann bereits in der Hinrunde einige Male vertreten.

Nübel mit tadelloser Vorstellung

Wenn Nübel gepatzt hätte, wäre die Unruhe auf Schalke mit Sicherheit noch größer geworden. Doch der gebürtige Paderborner lieferte eine einwandfreie Leistung ab, zeigte schon nach fünf Minuten bei einem Kopfball von Wolfsburgs Admir Mehmedi eine Glanzparade.

Schalkes Torhüter Ralf Fährmann (links) und Alexander Nübel.

Ralf Fährmann (links) und Alexander Nübel.

Der in der Hinrunde nicht immer überzeugende Fährmann habe die Entscheidung "absolut professionell" aufgenommen und sich vorbildlich verhalten. Dass der Torwartwechsel nicht spurlos an ihm vorübergegangen war, zeigte sich nach dem Spiel, als der 30-Jährige von der Nordkurve mit Sprechchören gefeiert wurde und daraufhin einige Tränen bei ihm flossen.

Manager Heidel in der Schusslinie

Größer war der Ärger bei Christian Heidel. Ein Medienbericht, demzufolge die Risse zwischen ihm und Aufsichtsratschef Clemens Tönnies immer größer werden und der ehemalige Leverkusener Jonas Boldt als Nachfolger gehandelt wird, setzte dem Manager mächtig zu. "Zu unterstellen, er sei sauer auf mich, ist komplett an den Haaren herbeigezogen", klagte Heidel. "Ich weiß nicht, ob Clemens Tönnies jemals ein offeneres Verhältnis hatte zu einem seiner Angestellten."

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