SC Verls Aufstiegsspiele zur 3. Liga sollen stattfinden

SC Verl: Verler Stadion an der Poststraße

SC Verls Aufstiegsspiele zur 3. Liga sollen stattfinden

Von Jens Mickler

  • SC Verls Aufstiegsspiele zur 3. Liga sollen ausgetragen werden
  • Relegation ist für den 25. Juni und 30. Juni angesetzt
  • Corona-Ausbruch bei Tönnies beeinträchtigt Vorbereitung

Es sollte der Höhepunkt der bislang so erfolgreich verlaufenen Saison für den Regionalligisten SC Verl werden. Der Klub aus dem Kreis Gütersloh hatte nach dem Saisonabbruch die Teilnahme an der Relegation zur 3. Liga fast wie eine Meisterschaft gefeiert. Die beiden Qualifikationsspiele um den Aufstieg gegen den Vertreter aus der Regionalliga Nordost, 1. FC Lok Leipzig, sollten nun die gute Serie abrunden. Sie sind für diesen Donnerstag (25. Juni) im Leipziger Bruno-Plache-Stadion und für kommenden Dienstag (30. Juni) in Verl angesetzt.

"Die nächsten Stunden abwarten"

Der Corona-Ausbruch beim Fleischfabrikanten Tönnies in Rheda-Wiedenbrück im Kreis Gütersloh, zu dem auch Verl gehört, wirbelte die Planungen des Klubs durcheinander. Zunächst hieß es, die Austragung der Spiele sei stark gefährdet, nachdem NRW-Ministerpräsident Armin Laschet am Dienstagvormittag (23.062020) Lockdown-Maßnahmen für den gesamten Kreis Gütersloh verhängte. Ein "Ausreiseverbot" gelte aber nicht für die Bürger des Kreises. Entsprechend dürfen die Verler zu ihrem Auswärtsspiel nach Leipzig reisen. Der DFB bestätigte dies am Dienstagabend (23.06.2020).

Nun gehen beide Klubs davon aus, dass Hin- und Rückspiel wie geplant stattfinden. "Wir stehen im ständigen Kontakt mit der Stadt, dem Gegner und natürlich mit dem DFB. Nach aktuellem Stand ist die Austragung nicht in Gefahr", sagte zuvor schon Raimund Bertels, Präsident des SC Verl, dem WDR.

Die Mannschaft werde regelmäßig auf das Coronavirus getestet. "Da bisher alle Tests negativ waren, dürfen wir den Kreis verlassen und nach Leipzig reisen", sagte der Vereinschef. Laut Bertels gibt es bisher auch keine Signale, dass das Rückspiel in Verl gefährdet ist. "Vorausgesetzt, die Lage verschlechtert sich nicht", so Bertels.

SC Verls Chef Bertels: "Aktuell sind die Relegationsspiele stark gefährdet"

Sportschau 23.06.2020 06:13 Min. Verfügbar bis 23.06.2021 ARD

Im ständigen Austauch mit Leipzig

Somit bleibt es erst einmal beim Verler Fahrplann: Abschlusstraining am Nachmittag in Verl, am morgigen Mittwoch dann erst noch ein Corona-Test für alle Spieler, anschließend die Anreise nach Sachsen und Donnerstag das erste Spiel.

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Raimund Bertels (SC Verl)

Raimund Bertels, Vorstandsboss des SC Verl

Eher skeptisch steht der Vereinsvorsitzende einem Ausweichen ins benachbarte Paderborn gegenüber, wo das Bundesliga-Stadion des SCP genutzt werden könnte. "Es wäre nicht vorteilhaft für uns. Aber als Option sollte man das im Auge behalten", so Bertels.

Chaotische Saison

Die Verler hatten sich erst nach einigem Hickhack die Qualifikation für die Relegationsspiele zur 3. Liga gesichert, nachdem der SV Rödinghausen als Spitzenreiter frühzeitig auf einen Aufstieg verzichtete. "Bis zum Ausbruch von Covid-19 war es sicherlich eine super Saison für uns. Dann kam Covid-19 und von da an herrschte eigentlich nur noch Chaos", sagte Bertels und nannte in diesem Zusammenhang auch die späte Entscheidung des DFB, die Saison abzubrechen. Nun hofft der Verler aber, dass die "tolle Saison" für den SCV doch noch irgendwie ein Happy End findet.

Stand: 23.06.2020, 23:07