Wuppertal schlägt Wattenscheid spektakulär - die Tore Sportschau 05.12.2022 02:16 Min. Verfügbar bis 05.12.2023 Das Erste

Wuppertaler SV sorgt für Fußball-Euphorie im Bergischen Land

Stand: 04.12.2022, 10:55 Uhr

Der Wuppertaler SV ist in der Regionalliga West aktuell das Team der Stunde. Nach sieben Siegen in Serie kletterten die Bergischen auf Rang zwei. Was viel mit dem neuen Trainer und seinem Spielmacher zu tun hat.

Als Marco Stiepermann Mitte November den 1:0-Siegtreffer für den Wuppertaler SV bei Tabellenführer Preußen Münster markierte, dürften die unterlegenen Preußen vernehmlich aufgestöhnt haben. "Ausgerechnet Stiepermann" werden die Verantwortlichen gedacht haben. Denn: Eigentlich wollten sie den 31-Jährigen vor der Saison verpflichten. Der ehemalige Premier-League-Profi, der in der Saison zuvor für den SC Paderborn in der Zweiten Liga aktiv gewesen war, entschied sich aber für einen anderen Klub: den Wuppertaler SV.

Mit dem beim BVB ausgebildeten Stiepermann, der zwischen 2017 und 2021 insgesamt 108 Partien für den englischen Klub Norwich City bestritt und mit diesem zwischenzeitlich den Aufstieg in die Premier League schaffte, ist dem WSV zweifelsohne eine Art Königstransfer gelungen.

Stiepermann - der Königstransfer hat gezündet

Der offensivstarke Spielmacher, der immer auch selbst torgefährlich wird, könnte für die Bergischen zum entscheidenen Mann im Kampf um den Aufstieg in Liga drei werden. Nach dem jüngsten Sieg gegen Wattenscheid 09 (4:2) blickt der WSV auf sieben Siege in Serie zurück - mittlerweile ist der Klub nach holprigem Saisonstart auf Rang zwei der Tabelle angekommen.

Marco Stiepermann, Fußballspieler des Wuppertaler SV, hebt den Daumen. | Bildquelle: IMAGO/Fotografie73

Was natürlich nicht nur mit der ansteigenden Form von Stiepermann zu tun hat. Entscheidender scheint, dass der WSV mit Hüzeyfe Dogan vor wenigen Wochen offenbar den richtigen Trainer gefunden hat. Der 41-Jährige Ex-Profi, der lange für Bayer Leverkusen aktiv war und selbst auch schon einmal in Münster spielte, bekam das Amt in Wuppertal Ende September, nachdem sich der WSV von Björn Mehnert getrennt hatte.

Trainerwechsel zahlt sich allmählich aus

Hüzeyfe Dogan | Bildquelle: Jürgen Schwarz / Imago

Lief es am Anfang noch nicht rund, greifen mittlerweile offenbar die Maßnahmen des Coaches. "Das Team arbeitet mittlerweile defensiv viel besser gemeinsam", hat der Coach, der einst für Bayer Leverkusen sogar in der Champions League spielte, erkannt. Dogan schreckte bei seinem Amtsantritt auch vor mutigen Maßnahmen nicht zurück. Als es zu Beginn nicht lief, setzte er auch Stiepermann für zwei Partien auf die Ersatzbank. "Marco hat sich immer absolut professionell verhalten und war da auch nicht beleidigt, sndern hat die Mannschaft weiter unterstützt", erinnert er sich.

Hüzeyfe Dogan macht den deutlichen Aufwärtstrend im Bergischen Land ohnehin nicht so sehr an einzelnen Spielern fest, sondern sieht beim gesamten Team eine positive Entwicklung. "Die Mannschaft hat sich in den zurückliegenden Wochen gefunden. Jeder ist für jeden da, der absolute Wille ist in jeder Szene erkennbar", meint der WSV-Trainer.

Noch zwei Auswärtsspiele vor der Winterpause

Man spürt: Der WSV hat den Kampf um den Aufstieg noch lange nicht aufgegeben. Das Spiel gegen Wattenscheid war dabei das letzte Heimspiel im Stadion am Zoo in diesem Jahr.

Vor der kurzen Winterpause werden die Bergischen noch zwei Auswärtspartien bestreiten. Am kommenden Samstag (10. Dezember, 14 Uhr) gastiert die Dogan-Elf beim SC Wiedenbrück. Eine Woche später (17. Dezember, 14 Uhr) reist der WSV dann zu Rot-Weiss Ahlen.