Hatte beim ersten Heimspiel viel Grund zur Freude: Preußen-Trainer Sascha Hildmann

RL West: Trio untermauert Aufstiegsambitionen - WSV patzt

Stand: 24.07.2022, 15:23 Uhr

Preußen Münster, Rot-Weiß Oberhausen und der SV Rödinghausen haben die Erwartungen zum Auftakt der Regionalliga West mit Heimsiegen erfüllt. Lediglich Wuppertal hat zu Hause gepatzt.

Wenn ein Quartett, das als Favoriten auf den Aufstieg in die 3. Liga gehandelt wird, mit Heimspielen in die Saison startet, geht es für alle darum, eine erste Duftmarke zu setzen. Richtig überzeugend gelang dies am Samstag dem SV Rödinghausen beim 5:0 (1:0) gegen die U23 des 1. FC Köln.

Der SVR kam allerdings erst in Fahrt, als die Kölner in Hälfte zwei nach der Gelb-Roten gegen Riad Smajic nur noch mit zehn Spielern auf dem Platz standen. In Überzahl traf der erste Tabellenführer der neuen Saison noch viermal.

Münster nach Rückstand souverän

Preußen Münster agierte trotz Rückstand - Kim Sané, älterer Bruder von Bayern Münchens Nationalspieler Leroy Sané hatte für Wattenscheid das 1:0 erzielt - ähnlich souverän. Die Mannschaft von Trainer Sascha Hildmann drehte gegen den Aufsteiger noch vor der Pause das Spiel und legte nach dem Seitenwechsel zwei weitere Treffer zum 4:1-Sieg nach.

"Wir haben die Ruhe bewahrt und dann eine sehr dominante zweite Halbzeit gespielt. Man muss auch Verständnis dafür haben, dass es die ersten zwei, drei Spiele etwas dauert, bis man in seinen Rhythmus kommt", sagte Preußen-Teamkapitän Marc Lorenz. 

WSV verliert zu Hause gegen Ahlen verdient

Keine Probleme mit dem Rhythmus schien zunächst Rot-Weiß Oberhausen zu haben. Die Hausherren starteten gegen Alemannia Aachen furios - Nils Winter traf bereits in der 3. Minute zur Führung. Dank Sven Kreyer (35.) ging es später mit einer Zwei-Tore-Führung in die Kabine. Dass RWO sein Pulver damit verschossen hatte und durch Tim Korzuschek sogar den Anschlusstreffer kassierte, blieb letztlich folgenlos.

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Einen ähnlichen Verlauf hätte sich der Wuppertaler SV zum Start auch gewünscht, doch nach der Pausenführung durch Roman Prokoph (19.) legte das Team von Trainer Björn Mehnert nicht nach. Das rächte sich in Durchgang zwei, den Rot Weiss Ahlen dominierte und so verdient mit 2:1 gewann. "Am Ende waren wir glücklos und als gesamte Mannschaft auch ideenlos. Wir haben heute Luft nach oben gelassen. Nächste Woche geht es weiter", sagte Torwart Sebastian Patzler, der das zweite Tor auf seine Kappe nahm.

Preußen locken die meisten Fans ins Stadion

Mit Blick auf die Tabelle ist Rödinghausen der Gewinner des Saisonauftakts, doch schaut man auf die Zuschauerränge, sieht das anders aus. Den Saisonauftakt des SV wollten gerade einmal 400 Zuschauer sehen. Kein Vergleich zum WSV und RWO, wo 2.626 beziehungsweise 5.280 Fans in die Stadien strömten.

Sollte die Unterstützung von den Rängen im Aufstiegsrennen Zünglein an der Waage werden, könnte das Münster in die Karten spielen. 6.929 kamen zum Auftakt - das hatte am Wochenende nicht einmal jede Drittliga-Partie zu bieten: "Diese Stimmung macht so einen Spaß", sagte Coach Sascha Hildmann. Die Kulisse ist aber sicher nicht der Grund dafür, dass Münster in einer Umfrage des Portals "fußball.de" unter den 18 Trainern der West-Staffel vor dem Saisonstart als Aufstiegsfavorit genannt wurde.