Preußen Münsters erfreuliche Entwicklung

Münsters Rufat Dadashov, Torschütze Martin Kobylanski und Cyrill Akono (von links) bejubeln den Sieg

Preußen Münsters erfreuliche Entwicklung

Von Jens Mickler

  • Preußen Münsters starker Saisonstart macht Hoffnung
  • Erfolg gegen Würzburg war der dritte Heimsieg in Folge
  • Keine Planungssicherheit für Trainer und Mannschaft

Vier der letzten fünf Spiele gewonnen, drei Heimsiege in Serie gefeiert, dazu mit 21 Toren der zweitbeste Angriff der 3. Liga - es läuft bei den Preußen. Die Fußballer aus Münster mischt nach einem Drittel der Saison wieder mit um die Spitzenplätze.

Vor drei Jahren ähnlich gut

Das war in den vergangenen beiden Spielzeiten noch anders. Zwölf Punkte nach zwölf Spielen lautete das Zwischenergebnis zum gleichen Zeitpunkt in der Vorsaison. Im Jahr davor waren es nach zwölf Spielen sogar nur acht Punkte und der letzte Tabellenplatz.

Besonders viel Freude macht den Münsteranern die Offensive. Vor der Saison holte man Rufat Dadashov vom BFC Dynamo aus der Regionalliga Ost. Sechs Tore stehen für den Angreifer aus Aserbaidschan bereits zubuche. Damit führt er die interne Torjägerliste an vor Martin Kobylanski. Der Mittelfeldmann schoss mit seiner Bogenlampe fast von der Eckfahne den Sieg gegen Würzburg am Sonntag heraus. Es war bereits der vierte Saisontreffer des Polen.

Getrübt wird die Freude über den guten Saisonstart von der ungeklärten Stadionfrage in Münster. Ein Ausbau des Stadions an der Hammer Straße ist vom Rat der Stadt Münster im Juli beschlossen worden - allerdings nur für eine begrenzte Variante für bis zu 20.000 Zuschauer. Für dieses Modell findet sich aber kein Investor. Die Zukunft ist nach wir vor offen.

Ungewissheit über die Saison hinaus

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Auf Erfolgskurs: Münsters Trainer Marco Antwerpen

Das Dilemma überträgt sich auch auf den sportlichen Bereich. Der Vertrag von Trainer Marco Antwerpen läuft am Ende der Saison aus. Gespräche über eine Verlängerung hat es bislang nicht gegeben. "Es ist Sache des Vereins. Ich weiß ja gar nicht, ob man über die Spielzeit hinaus überhaupt mit uns plant. Wir versuchen nur, so gute Arbeit wie möglich abzuliefern", sagte Antwerpen kürzlich den Westfälischen Nachrichten und bezog Co-Trainer Kurtulus Öztürk mit ein.

Antwerpen kam im Dezember 2017 nach Münster und löste Benno Möhlmann ab. Seitdem haben sich die Leistungen der Mannschaft stabilisiert und sind die Grundlage für den derzeitigen Höhenflug. Antwerpen dürfte somit auch für andere Vereine interessant werden, sollte die Vereinsführung nicht bald handeln. Das gilt im übrigen auch für den Kader. 13 Verträge laufen aus, darunter die von Stammmspielern wie Kobylanski und Ole Kittner.

Noch können Trainer und Mannschaft die Ungewissheit beiseite legen und sich aufs Tagesgeschäft konzentrieren. Da steht als nächstes das Auswärtsspiel beim SV Meppen an. "Das wird brutal schwer", sagt Antwerpen. Drei Punkte sollen es dennoch für die Preußen werden.

Stand: 22.10.2018, 11:43