Köln gegen Gladbach: NRW-Ministerpräsident sieht 2G-Regelung als "angemessene Entscheidung" Sportschau 26.11.2021 01:12 Min. Verfügbar bis 26.11.2022 Das Erste

50.000 Fans - NRW-Ministerpräsident verteidigt Zuschauerzahl in Köln

50.000 Zuschauer in Köln beim Spiel gegen Mönchengladbach: NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst hält das für "angemessen", kündigt aber im ARD-Interview an, das weiter zu überprüfen. Geisterspiele schließt er nicht aus.

Das rheinische Derby zieht seit jeher die Massen an. Auch bei der bevorstehenden Auflage am Samstagnachmittag (27.11.2021) dürfen 50.000 Zuschauer ins Kölner Stadion kommen - und das bei Corona-Infektionszahlen, die alle negativen Rekorde brechen. Am Freitag waren es bundesweit mehr als 76.000 laut Robert-Koch-Institut.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst hat die Zulassung der Besucher zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach im ARD-Interview allerdings nochmal verteidigt.

"Wir haben in dieser Woche beschlossen, dass überall im Freizeitbereich 2G gilt, auch in einem Stadion, an der frischen Luft", sagte Wüst: "Ich glaube, das ist bei der Lage in Nordrhein-Westfalen eine angemessene Entscheidung."

Gesundheitsamt erteilt Erlaubnis

Allerdings müsse die Entscheidungsgrundlage immer wieder auf den Prüfstand gestellt werden, um angemessene Reaktionen auf die Pandemie vornehmen zu können. Auf die Frage, ob Geisterspiele - so wie am Wochenende in Leipzig - denkbar wären, antwortete Wüst: "Es gibt auch Hallensportarten, das kann man nicht nur für eine Sportart machen. Aber das ganze Thema Freizeit und Kontaktbeschränkungen ist ganz sicher eines, an das wir ran müssen."

Das Gesundheitsamt der Stadt Köln hatte dem 1.FC Köln die Vollauslastung des Stadions genehmigt. Der Klub setzt bei seinen Heimspielen die 2G-Regel bereits seit der Wiederzulassung von Fans in den Stadien um. Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts hatte dagegen zuletzt ausdrücklich von Großveranstaltungen abgeraten.

Kurz vor Spielbeginn gab der FC via Twitter dann bekannt, dass aufgrund einer "kurzfristigen Anweisung" des Kölner Gesundheitsamtes auch auf den Steh- und Sitzplätzen Maskenpflicht gelte.