RW Essen gegen KFC Uerdingen - Euphorie trifft Krise

Alexander Hahn (l.) von Rot-Weiss Essen und Manuel Konrad vom KFC Uerdingen

RW Essen gegen KFC Uerdingen - Euphorie trifft Krise

  • Rot-Weiss Essen empfängt KFC Uerdingen
  • Neuauflage des letzten Pokal-Halbfinals
  • Duell der Fußballklubs mit unterschiedlichen Vorzeichen

Mit 16 Punkten aus sechs Spielen ist Rot-Weiss Essen glänzend in die neue Spielzeit der Fußball-Regionalliga West gestartet. Der Traditionsverein scheint erstmals seit vielen Jahren die hohen Erwartungen erfüllen und um den Aufstieg in die 3. Liga mitspielen zu können.

Am Wochenende feierte die Mannschaft von Trainer Christian Titz einen überzeugenden 3:0-Auswärtserfolg im Derby bei Rot-Weiß Oberhausen. Titz, seit dem Sommer Trainer von RWE, hatte mit der Einwechslung der Torschützen Enzo Wirtz (traf doppelt) und Ayodele Adetula entscheidenden Anteil am Erfolg. "Insgesamt haben wir das Spiel verdient gewonnen", sagte der 48-Jährige.

Neuauflage des Halbfinals

Punktgleich mit Tabellenführer SV Rödinghausen steht RWE nach sechs Spieltagen auf Platz zwei der Regionalliga West und befindet sich damit nahezu auf Augenhöhe mit dem KFC Uerdingen, aktuell Tabellen-17. eine Liga darüber und alles andere als gut in Form. Am Freitag (06.09.2019/19.30 Uhr) treffen beide Teams an der Essener Hafenstraße im Niederrheinpokal aufeinander - wie schon im Halbfinale der vergangenen Saison, als sich der KFC mit 3:0 durchsetzen konnte.

Essen gegen Uerdingen: Die Tore des Niederrheinpokal-Halbfinales Sport live im Westen 02.04.2019 00:53 Min. Verfügbar bis 02.04.2020 WDR

Durststrecke beim KFC

Nach nur einem Sieg aus den ersten sieben Ligaspielen steht der KFC vor einer weiteren schwierigen Saison. Die vergangene Spielzeit beendeten die Krefelder als ambitionierter Aufsteiger auf einem enttäuschenden elften Platz.

Fünf verschiedene Trainer standen in dieser Spielzeit an der Seitenlinie. Seit Ende April ist Heiko Vogel im Amt und muss möglicherweise bereits jetzt um seinen Job bangen.

Denn KFC-Präsident und Geldgeber Mikhail Ponomarev wollte eigentlich innerhalb von vier Jahren in die 2. Bundesliga aufsteigen. Aktuell befindet er sich im dritten Jahr und der Verein ist von einem Aufstiegsplatz weit entfernt. Seit dem Auftaktsieg gegen den Halleschen FC wartet Uerdingen auf einen Erfolg in der Liga.

Aigner und Maxsö gehen, Boere ersetzt Grimaldi

Personelle Konsequenzen hatte der schwache Auftakt kurz vor dem Ende der Transferperiode bereits beim Spielerpersonal. Stefan Aigner (wechselte zum SV Wehen Wiesbaden) und Andreas Maxsö (Vertragsauflösung aus persönlichen Gründen) verließen den Verein.

In Tom Boere wurde noch ein namhafter Stürmer verpflichtet. Er soll Adriano Grimaldi ersetzen, der sich gegen Braunschweig eine Oberschenkelverletzung zuzog und voraussichtlich bis zum Ende der Hinrunde fehlen wird. Seine erste Bewährungschance wird der 26-jährige Niederländer vom am Freitag in Essen erhalten. Nicht mit dabei ist Jean-Manuel Mbom, der für die deutsche U20-Nationalmannschaft im Einsatz ist.

Stand: 04.09.2019, 10:27