BVB kämpft um "Trostpreis" Europa League

BVB kämpft um "Trostpreis" Europa League

  • Borussia Dortmund gastiert bei Real Madrid
  • Nur ein Sieg in den letzten elf Pflichtspielen
  • Auch Erreichen der Europa League fraglich

Sportlich auf Talfahrt, personell in Not: Borussia Dortmund ist unter denkbar schlechten Vorzeichen zum Champions-League-Evergreen bei Real Madrid aufgebrochen. "Es ist schon ein komisches Gefühl. Normalerweise sind Spiele bei Real immer ein Highlight. Diesmal geht es für uns nur um die Europa League", sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

Nur ein achtbarer Auftritt am Mittwoch (05.12.2017/20.45 Uhr) im Estadio Bernabéu kann den BVB vor noch lauteren Diskussionen über die Zukunft von Trainer Peter Bosz bewahren. Nach zuletzt nur einem Erfolg in elf Pflichtspielen sowie den jüngsten unerfreulichen Nachrichten über schwere Verletzungen weiterer Spieler scheint der Glaube an eine Trendwende jedoch eher gering, wenngleich Watzke betonte: "Wir wollen mit Peter Bosz den Bock umstoßen".

BVB-Lazarett wird immer größer

BVB-Trainer Peter Bosz beim Training im Stadion Santiago Bernabeu in Madrid.

BVB-Trainer Peter Bosz beim Training im Stadion Santiago Bernabeu in Madrid.

Kurz nach der Landung in Madrid erfuhr die Mannschaft vom monatelangen Ausfall ihres Kollegen Maximilian Philipp. Wie eine Untersuchung am Morgen ergab, hat sich der 20-Millionen-Neuzugang am Samstag in Leverkusen laut Vereinsmitteilung "eine schwere Knieverletzung unter Beteiligung der Kniescheibe" zugezogen.

Nur einen Tag zuvor war bei Gonzalo Castro ein Außenbandriss diagnostiziert werden. Leistungsträger wie Mario Götze, Marco Reus und Lukasz Piszczek sowie Alternativen wie Sebastian Rode und Erik Durm stehen in den kommenden Wochen ebenfalls nicht zur Verfügung.

Auch Teilnahme an Europa League fraglich

Das anhaltende Verletzungspech schmälert die Chancen für Bosz im Kampf um seinen Arbeitsplatz. Am Mittwoch droht ihm weiteres Ungemach: Erkämpft der punktgleiche Tabellenletzte Nikosia beim bereits für die K.o.-Runde qualifizierten Spitzenreiter Tottenham einen Zähler, könnte das sogar den Trostpreis Europa League kosten. Abwehrspieler Neven Subotic will dazu beitragen, ein solches Szenario abzuwenden: "Ein Verein wie Dortmund gehört mindestens in die Europa League. Das müssen wir aber auch zeigen."

Nicht nur die angespannte Lage verheißt wenig Gutes, sondern auch der Spielort Madrid: Selbst in besserer Verfassung gelang es der Borussia bisher nicht, die "Königlichen" vor heimischer Kulisse zu bezwingen. In sechs Partien gab es zwei Unentschieden und vier Niederlagen. Immerhin könnte sich Madrids Trainer Zinédine Zidane am Mittwoch angesichts des bereits sicheren Überwinterns im Wettbewerb den Luxus erlauben, den einen oder anderen Profi zu schonen.

dpa/red | Stand: 05.12.2017, 19:36

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