Bayer 04 hofft noch auf die Champions League

Julian Brandt (l.) und Kai Havertz (r.) beim Torjubel gegen RB Leipzig.

Bayer 04 hofft noch auf die Champions League

Von Jörg Strohschein

  • Bayer 04 hat noch eine Chance auf die Champions League
  • Dafür muss zwingend ein Sieg beim FC Augsburg her
  • Trainer Bosz und sein Team unter Zugzwang

Es ist die letzte Gelegenheit - und die muss Bayer 04 Leverkusen nutzen. Beim FC Augsburg zählt für die Werkself am Freitagabend (26.04.2019) nur ein Sieg. Das Erreichen des Saisonziels ist noch möglich. Die Champions-League-Teilnahme ist der große Wunsch.

Derzeit liegt das Team fünf Punkte hinter Platz vier zurück. "Wenn wir ein gutes Ergebnis haben, dann wird der Druck für die Konkurrenz vielleicht größer sein. Wir fahren nach Augsburg, um drei Punkte zu holen. Das Wichtigste ist, dass wir selber gewinnen", sagt Trainer Peter Bosz.

Ein wenig befreiter können die Leverkusener ohnehin aufspielen. Durch die Konstellation im Pokalfinale im Spiel zwischen dem FC Bayern und RB Leipzig kann auch der Tabellensiebte international, in der Europa League, spielen. Doch das Ziel des Klubs und deren Verantwortlichen ist ein anderes.

Leverkusens Bosz über ein Duell mit viel Selbstvertrauen Sportschau 26.04.2019 00:23 Min. Verfügbar bis 26.04.2020 Das Erste

Tendenz ansteigend

"Die Champions League ist das Höchste, was man erreichen kann. Und da entwickeln sich die Spieler auch sehr schnell. Aber ich weiß, dass sich Spieler auch in der Europa League entwickeln können. Beide Wettbewerbe sind gut, aber die Champions League ist nochmal ein anderes Niveau. Und am Ende wollen wir alle das Höchste erreichen", sagt Bosz.

Der Trend der Leverkusener ist steigend. Nach Siegen in Stuttgart (1:0) und gegen Nürnberg (2:0) soll nun der nächste Coup folgen. "Selbstvertrauen bekommt man, wenn man Punkte holt. Wir haben zweimal gewonnen. Das wird Vertrauen geben. Aber das kann man auch von Augsburg sagen, die haben auch zweimal gewonnen", sagt der 55-Jährige.

Bayer-Jungstars sollen bleiben

Die Blicke werden sich wieder auf die beiden Leverkusener Jungstars Kai Havertz und Julian Brandt richten. Die beiden sind bei Spitzenklubs in Europa heiß begehrt. Und beide dürften nicht unbeachtet lassen, ob sie in der kommenden Saison in der europäischen Königsklasse dabei sind. Rudi Völler wiederholt derweil gebetsmühlenartig : "Wir werden Kai Havertz nicht abgeben. Und zwar unabhängig davon, ob wir einen Europapokalplatz erreichen oder nicht."

Der 22-jährige Brandt hat wegen einer Ausstiegsklausel in seinem bis 2021 datierten Vertrag in Höhe von 25 Millionen Euro das Heft des Handelns selbst in der Hand. Sollte die Qualifikation für die Champions League gelingen, stünden die Chancen der Leverkusener nicht schlecht, die beiden großen Talente zu halten. Einen ersten Schritt in diese Richtung könnten sie schon in Augsburg machen.

Stand: 26.04.2019, 12:18