Bayer Leverkusen tritt auf der Stelle

Tim Leibold (l.) und Lars Bender

Bayer Leverkusen tritt auf der Stelle

  • Bayer Leverkusen spielt nur 1:1 in Nürnberg
  • Herrlich hadert mit Platzverhältnissen
  • Werkself schwächelt in der zweiten Halbzeit

Natürlich redeten nach der Partie zwischen dem 1. FC Nürnberg und Bayer Leverkusen alle über das Wetter. Leverkusens Trainer Heiko Herrlich hatte "teilweise irreguläre Bedingungen" erkannt. Sein Vorgesetzter, Leverkusens Sport-Geschäftsführer Rudi Völler, erklärte, er hätte die Partie nicht angepfiffen, auch wenn es am Ende für einen Sieg seines Klubs gereicht hätte. "Da ist zu viel Zufall, das muss heutzutage nicht mehr sein." Es hatte den ganzen Tag geschüttet wie aus Kübeln in Nürnberg, der Rasen war von Pfützen übersät. Dennoch gab Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus die Partie frei.

Spielfluss gerät durcheinander

Die widrigen Bedingungen waren definitiv ein Nachteil für Bayer Leverkusen. Das Ensemble der Werkself spielt den technisch feineren Ball und litt darunter, dass der Spielfluss durch die Wasserlachen auf dem Platz häufig durcheinander geriet. "Uns ist der Geschwindigkeits- und technische Vorteil genommen worden", haderte Herrlich. Doch das war nicht der einzige Grund, dass die hochbegabte Leverkusener Elf gegen spielerisch limitierte Nürnberger nicht über ein 1:1 hinauskam - trotz klarer Überlegenheit.

Herrlich ärgert Unentschieden: "Zwei Punkte verloren"

Sportschau | 04.12.2018 | 01:56 Min.

"Wir sind alle enttäuscht, dass wir keine drei Punkte mitgenommen haben", sagte Herrlich. "Wir haben zwei Punkte auf unserer Aufholjagd verloren". 15 Punkte und Platz elf in der Tabelle sind nach 13 Spieltagen eindeutig zu wenig. Vor allem in der zweiten Halbzeit fehlte den Gästen einmal mehr die Konzentration. 18 ihrer bislang 25 Gegentreffer kassierte Leverkusen in der zweiten Halbzeit. Diesmal traf Nürnbergs Georg Margreitter in der 56. Minute zum 1:1, nachdem Kai Havertz Bayer vor der Pause in Führung gebracht hatte (30.).

Bayer verliert den Faden

Die anfängliche Überlegenheit der Leverkusener drückte sich in fast 75 Prozent Ballbesitz und schnörkellosem Offensivspiel aus, doch dann verloren die Leverkusener überraschend den Faden. Weshalb Lars Bender auch nicht die Bodenverhältnisse für das Remis verantwortlich machen wollte. "Beide Mannschaften hatten die gleichen Bedingungen und man kann es nicht nur auf den Platz schieben. Wir haben Möglichkeiten gehabt, die Dinger heute zu machen", sagte der Bayer-Kapitän.

Tatsächlich fanden die Leverkusener keine durchschlagenden Mittel mehr, als die Nürnberger sich gegen die Niederlage stemmten. FCN-Coach Michael Köllner fand die Voraussetzungen auf dem durchnässten Rasen deshalb auch nicht ganz so schlimm. "Das Wichtigste ist, dass du es annimmst, dass du für dich einen guten Plan entwirfst", meinte er.

Einen Plan brauchen nun auch die Leverkusener, wie sie den Anschluss an das Mittelfeld der Tabelle wieder herstellen wollen. "Jetzt wollen wir noch bis zur Winterpause einige Punkte holen", sagte Völler. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich am kommenden Samstag im Heimspiel gegen den FC Augsburg.

Stand: 04.12.2018, 11:00

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