Inka Grings übernimmt im Januar das Traineramt der Schweizer Nationalelf der Frauen.

Grings übernimmt Schweizer Frauen-Nationalteam

Stand: 22.11.2022, 10:45 Uhr

Die frühere deutsche Nationalspielerin Inka Grings wird Trainerin der Schweizer Fußball-Nationalmannschaft der Frauen. Die 44-Jährige tritt im Januar die Nachfolge des Dänen Nils Nielsen an.

Wie der Schweizerische Fußballverband (SFV) am Montag bekanntgab, erhält die 44-Jährige nach knapp zwei Jahren bei den FC Zürich Frauen einen unbefristeten Vertrag. Die frühere Torjägerin tritt damit in die Fußstapfen von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg, die in der Schweiz von 2012 bis 2018 als Nationaltrainerin arbeitete.

Grings geht voller Vorfreude in ihr neues Amt: "Ich bin wahnsinnig stolz, mit den besten Spielerinnen des Landes zusammenarbeiten zu können und freue mich sehr auf die spannende und herausfordernde Aufgabe." Die Zielsetzung ist für Grings, die erstmals ein Nationalteam trainiert, klar: "Wir wollen erfolgreich sein und nach einer kurzen, intensiven Vorbereitungszeit alles investieren, um an der WM die Gruppenphase zu überstehen. Das entspricht meiner Mentalität."

Die WM findet im Sommer 2023 in Australien und Neuseeland statt. Die Schweizerinnen treffen in der Gruppenphase auf die Philippinen, Norwegen und Neuseeland.

Erfolgreichste Torjägerin

Die gebürtige Düsseldorferin war 16 Jahre lang als Spielerin für den FCR Duisburg, der 1993 noch als FC Rumeln-Kaldenhausen in die Bundesliga aufgestiegen war und später zum FCR 2001 Duisburg umfirmierte. Von 1995 bis 2011 erzielte sie in 271 Partien 353 Tore für ihren Klub und ist auch heute noch die erfolgreichste Torjägerin im deutschen Vereinsfußball. Mit dem FCR feierte sie 2000 die Meisterschaft, holte dreimal den DFB-Pokal und wurde sechsmal Torschützenkönigin. Mit der Nationalelf gewann die 96-fache Nationalspielerin zwei EM-Titel.

Trainerin Inka Grings beim SV Straelen.

Trainerin Inka Grings beim SV Straelen.

Über Duisburg, Straelen und Zürich zur "Nati"

Die 96-malige Nationalspielerin war von 2019 bis 2020 beim Regionalligisten SV Straelen als erste Frau für ein Männerteam in den vier höchsten deutschen Spielklassen verantwortlich. Begonnen hatte sie ihre Trainerkarriere 2014 bei ihrem alten Verein, der nun als MSV Duisburg im Profi-Fußball der Frauen antrat. 2021 übernahm sie das Traineramt bei einem weiteren Verein, für den sie als Spielerin nach ihrer Duisburger Zeit für zwei Jahre bereits auf Torejagd gegangen war, dem FC Zürich und gewann dort zuletzt das Double.

FCZ-Präsident: "Grings ist eine Ausnahmeerscheinung"

FCZ- Präsident Ancillo Canepa ist von Grings Qualitäten so auch mehr als überzeugt: "Inka Grings ist als Persönlichkeit wie auch als erfolgreiche Fussballerin und kompetente Trainerin eine Ausnahmeerscheinung. Ich zweifle keinen Moment, dass sie die Schweizer Nationalmannschaft auf das nächste Level führen wird", so Canepa nach der Bekanntgabe des Wechsels zur Schweizer Nationalelf auf der FCZ-Webseite.

Quelle: dpa/sid/FC Zürich