Jonas Hectors sportlicher Spagat

Jonas Hectors sportlicher Spagat

Von Jens Mickler

  • Jonas Hector kehrt in die Nationalmannschaft zurück
  • Kölns Verteidiger erwarten reizvolle Aufgaben
  • Umstellung von 2. Liga zum Nationalteam fällt ihm "ganz leicht"

Vergangenen Montag: Grauer Zweitliga-Alltag für Jonas Hector beim 1. FC Köln. Der Bundesliga-Absteiger trifft im eigenen Stadion auf Schlusslicht MSV Duisburg. Hector erzielt per Kopf zwar das Tor zum 1:1, macht aber ansonsten kein gutes Spiel. Der FC muss beim 1:2 die zweite Saisonniederlage hinnehmen.

"Das wird sehr, sehr interessant"

Drei Tage später steht Hector am Trainingsgelände in Berlin in einer improvisierten Mixed Zone der deutschen Fußball-Nationalmannschaft und beantwortet Fragen zu Weltmeister Frankreich und den Niederlanden, den beiden kommenden Gegnern des DFB-Teams. "Das wird sehr, sehr interessant. Spiele gegen solche Nationen haben immer einen gewissen Charme. Da freut man sich drauf", sagt Hector ins ARD-Mikrophon.

Auf die Frage, wie schwer ihm die Umstellung falle, scheint sich der Kölner eine Antwort zurecht gelegt zu haben. Ganz leicht, sei das, sagt Hector. "Man fokussiert sich sowieso immer auf die Spiele. Man wird ja auch dementsprechend vom Trainer auf die Spiele vorbereitet, bekommt seine Aufgaben gestellt und die versucht man dann auch zu erfüllen."

Schulz macht Druck auf links

Welche Aufgaben auf Jonas Hector in den kommenden Tagen zukommen ist klar: Er soll die Kreise der holländischen Stürmer Ryan Babael und Memphis Depay sowie der französischen Weltklasseleute Kylian Mbappé und Oliver Giroud einengen.

Jonas Hector

Jonas Hector

Ganz unumstritten ist Hector seit der verpatzten Weltmeisterschaft nicht mehr. Als der Kölner im September bei der Nationalmannschaft pausierte, bekam Nico Schulz eine Chance auf der Links-Verteidiger-Position. Der Hoffenheimer machte seine Sache gut und dürfte nun in harter Konkurrenz zum Kölner stehen.

Achter Zweitliga-Spieler im Nationaltrikot

Hector ist übrigens der achte Profi, der als Zweitliga-Spieler im Nationalteam aufläuft - seit Gründung der 2. Liga 1974. Vor ihm waren das Marko Marin (Borussia Mönchengladbach, 2008), Patrick Helmes (1. FC Köln, 2008), Oliver Neuville (Borussia Mönchengladbach, 2007), Lukas Podolski (1. FC Köln, 2004), Paul Freier (VfL Bochum, 2002), Stefan Effenberg (AC Florenz, 1993), Ferdinand Keller (1860 München, 1975).

Stand: 12.10.2018, 10:27