Gladbach nur noch Mittelmaß - Stindl schlägt Alarm

Enttäuschte Gladbacher nach der Stuttgart-Pleite

Gladbach nur noch Mittelmaß - Stindl schlägt Alarm

  • Gladbach holte in der Rückrunde erst drei Punkte.
  • Eberl verweigerte nach der Stuttgart-Niederlage jeden Kommentar.
  • Auch Trainer Hecking gerät zunehmend unter Druck.

Zur Winterpause war die Welt bei Borussia Mönchengladbach noch in Ordnung. Punktgleich mit dem Dritten aus Dortmund überwinterte der VfL mit 28 Zählern auf Platz sechs.

Zwei Monate später hat sich die Gefühlslage rund um die Fohlenelf deutlich verändert. Nur ein Sieg aus den ersten fünf Partien der Rückrunde hat die Borussia in die zweite Tabellenhälfte abrutschen lassen. Dabei blieb Gladbach die letzten drei Spiele nicht nur ohne Punkt, sondern auch ohne eigenen Treffer. Das gab es noch nie seit Dieter Hecking den Trainerposten im Dezember 2016 übernommen hatte.

Dieter Hecking - "Wir hatten viele technische Fehler"

Sportschau | 12.02.2018 | 01:49 Min.

Gladbach mut- und ideenlos

Doch es sind nicht nur die Ergebnisse, die momentan nicht stimmen. Auch die Spielweise ließ zuletzt zu wünschen übrig. Es war fast schon erschreckend, wie ideen- und mutlos die Borussia in Stuttgart auftrat. Die Enttäuschung über das 0:1 zeigte auch die Tatsache, dass Max Eberl nach dem Spiel nicht für Interviews zur Verfügung stand. Und der Sportchef ist sonst nie um ein Statement verlegen.  

Borussia Mönchengladbachs Trainer Dieter Hecking.

Gladbach-Trainer Dieter Hecking.

Dafür sprach Hecking: "Es ist so, dass wir eine sehr schwierige Phase durchlaufen", so der VfL-Coach. "Die Leichtigkeit ist im Moment nicht da." Der 53-Jährige weiß, dass nun auch seine Position hinterfragt wird. Verteidiger Tony Jantschke hat dafür kein Verständnis: "Das ist verrückt."

Allerdings musste auch er zugeben: "Wenn man vier von fünf Spielen verliert, ist das für unsere Ansprüche natürlich katastrophal."

Nur drei Punkte bis Europa

Dabei hat die Fohlenelf trotz der mageren Ausbeute in diesem Jahr nur drei Punkte Rückstand auf einen Europapokalplatz. Denn auch die Konkurrenz war zuletzt wenig konstant. Um den Anschluss nicht zu verlieren, muss Gladbach "aber endlich wieder punkten und Tore schießen", sagte Lars Stindl.

Der Kapitän steht stellvertrend für das große Manko der Borussia. Seit 985 Minuten wartet Stindl auf einen Treffer. Doch er ist nicht die einzige Offensivkraft mit Ladehemmung: Raul Bobadilla, Josip Drmic, Patrick Herrmann, Vincenzo Grifo und Jonas Hofmann sind in dieser Saison allesamt noch ohne Tor.

So liegt die Last im Abschluss allein auf den Schultern von Raffael. Als der 32-Jährige in Stuttgart nach der Pause kam, wurde es vor dem Tor des VfB auch gleich gefährlicher - die Wende gelang aber auch mit ihm nicht.

Gegen Dortmund soll die Wende her

Jetzt soll der Abwärtstrend gegen Borussia Dortmund gestoppt werden. Der BVB gewann zwar seine letzten beiden Partien, wirkte dabei aber auch alles andere als gefestigt. Sollte auch dieses Duell verloren gehen, wird es ungemütlich am Niederrhein. Denn nicht nur Stindl weiß: "Am Ende ist Fußball ein Ergebnissport."

Stand: 12.02.2018, 10:52