Frauen-Fußballerin Caroline Siems von Bayer 04 Leverkusen

Fußball | DFB-Pokal Frauen

Bayer-Fußballerin Siems: "Pokalfinale wäre der Wahnsinn"

Stand: 15.04.2022, 09:14 Uhr

Zum ersten Mal könnten die Fußball-Frauen von Bayer 04 Leverkusen das Endspiel im DFB-Pokal erreichen. Vor dem Halbfinale gegen Potsdam spricht Spielerin Caroline Siems über das Wiedersehen mit ihrem alten Klub und die große Chance.

Von Dirk Burkhardt

Insgesamt sechs Jahre hat Caroline Siems für Turbine Potsdam gespielt, vier Jahre davon in der Bundesliga. Über Aston Villa ist die 22-Jährige nach einem Jahr in England im Sommer 2021 in Leverkusen gelandet.

Am Ostermontag (18.04.2022, 18.30 Uhr) trifft Siems wieder auf ihren Ex-Klub - und das in einem ganz wichtigen Spiel: Halbfinale DFB-Pokal. Es winkt das große Endspiel in Köln gegen einen der beiden großen Frauen-Klubs aus Deutschland. Das WDR-Gespräch vor dem Halbfinal-Duell.

Wichtige Spiele kribbeln ja immer früher als "normale". Wie sieht es bei Ihnen im Moment aus?

Caroline Siems: Klar, das kribbelt schon, aber ich habe vor allem extrem Lust auf das Pokalspiel. Das ist einfach eine ganz große Chance.

Sie sind seit 2017 im Frauen-Fußball unterwegs, waren auch im Ausland. Welchen Stellenwert hat dieses Halbfinale für Sie?

Siems: Ich war noch nie in einem Pokal-Halbfinale und habe auch noch keinen Titel geholt. Die Aussicht, nach Köln ins Finale zu kommen und vor einer coolen Kulisse zu spielen, ist schon etwas Besonderes.

Welche Rolle spielt in der Partie Ihre Potsdamer Vergangenheit?

Siems: Das spielt auf jeden Fall eine Rolle. Ich habe ja auch noch Freundinnen dort, kenne viele Spielerinnen und das Trainer-Team. Deshalb weiß ich, dass auch in dem Verein extrem auf ein Finale hingefiebert wird. So oft war Potsdam ja zuletzt auch nicht im Endspiel.

Sie haben in dieser Saison in der Bundesliga gegen Potsdam 2:0 und 2:4 gespielt. Was nehmen Sie aus diesen Spielen mit?

Siems: In der Hinrunde haben wir taktisch gut gearbeitet und haben Potsdam dann eiskalt effizient ausgekontert. Das hat auch in der Rückrunde 60 Minuten gut geklappt. Wir haben 2:0 geführt und dann sind wir eingebrochen. Daraus müssen wir einfach mitnehmen, dass wir auch bei einem Gegentor als Team zusammenstehen und mental robuster auftreten. Fußballerisch waren wir in beiden Spielen jedenfalls auf der Höhe.