Bayer-Frauen schlagen Potsdam deutlich

Stand: 04.12.2022, 14:54 Uhr

Das Frauenteam von Bayer Leverkusen hat die Heimaufgabe gegen Turbine Potsdam gut gemeistert. gegen das Tabellen-Schlusslicht der Bundesliga gab es einen deutlichen 3:0 (1:0)-Sieg.

Im nur spärlich gefüllten kleinen Haberland-Stadion - gleich neben der Bayarena gelegen - wollte Bayer eigentlich druckvoll beginnen. Nach dem bisher eher durchwachsenen Saisonaverlauf sollte gegen den Tabellenletzten aus Potsdam, der im Laufe der Saison erst einen einzigen Zähler sammeln konnte, ein klares Erfolgserlebnis her.

Leverkusen-Coach Robert de Pauw wechselte dafür im Vergleich zur jüngsten Niederlage gegen Frankfurt (0:1) auf einer Position. Für Clara Fröhlich (Bank) rückte Lilla Turányi in die Innenverteidigung. Turbine-Coach Sven Weigang wechselte im Vergleich zum letzten Ligaspiel doppelt. Für Wibke Meister und Alisa Grincenco (beide Bank) standen Sophie Weidauer und Teninsoun Sissoko von Beginn an auf dem Rasen.

Kögel trifft zur Führung

Es dauerte mit dem ersten Torabschluss allerdings trotz aller Offensivbemühungen bis zur 18. Minute - da feuerte Kristin Kögel einen Fernschuss aus 25 Metern ab, der das Tor der Turbinen nur knapp verfehlte.

Nach diesem ersten Warnschuss durften die Bayer-Frauen fünf Minuten später jubeln: Auf der linken Seite trieb Ivana Fuso den Ball nach vorne und spielte zentral Jill Baijings an, die den Ball perfekt in den Lauf von Kögel schob. Die Angreiferin startete steil und lupfte das Spielgerät aus zehn Metern über Anna Wellmann hinweg zur Führung in die lange Ecke - 1:0.

Elfmeterpfiff bleibt aus, Senß trifft traumhaft

In der 35. Minute hätte es eigentlich Elfmeter für die Gastgeberinnen geben müssen. Nach einem Schuss von Jill Baijings blockten die Potsdamerinnen den Ball, dabei spielte Verteidigerin Mollie Rouse den Ball im Strafraum deutlich mit der Hand. Schiedsrichterin Naemi Breier pfiff aber nicht.

So ging es mit der knappen Führung in die Pause, aus der Potsdam mit ein wenig mehr Angriffslust wieder herauskam. Statt den Brandenburgerinnen gelang aber Bayer der nächste Treffer: Und der hatte es in sich: Kapitänin Elisa Senß fasste sich in der 60. Minute ein Herz und donnerte die Kugel aus 25 Metern in den linken Winkel. Turbine-Keperin Wellmann blieb bei diesem Traumtor chancenlos.

Potsdam in Unterzahl chancenlos

Die Dinge wurden nicht leichter für Potsdam, zumal sie ab der 72. Minute in Unterzahl agieren mussten. Jennifer Cramer hatte nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte gesehen. So hatte Ivana Fuso in der 82. Minute wenig Mühe, das Ergebnis auf 3:0 zu schrauben. Damit rückte Bayer in der Tabelle auf Rang sechs vor.

Am nächsten Samstag (10.12.2022) hat Bayer eine ganz schwere Aufgabe vor sich: Ab 14 Uhr geht es bei Top-Team Bayern München um Bundesliga-Punkte.