1. FC Köln verhängt zweijähriges Stadionverbot

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1. FC Köln verhängt zweijähriges Stadionverbot

  • Nach Beleidigungen gegen Torhüter Zieler greift 1. FC Köln durch.
  • Mutmaßlicher Täter erhält ein zweijähriges, bundesweites Stadionverbot.
  • Weiterer Verdächtiger steht unter besonderer Beobachtung.

Nach den Beleidigungen gegen Stuttgarts Torhüter Ron-Robert Zieler hat der 1. FC Köln Maßnahmen ergriffen und ein zweijähriges, bundesweites Stadionverbot gegen den Täter ausgesprochen.

Täter entschuldigt sich

Das teilte der Klub am Mittwoch (14.03.2018) mit. Die Kölner hatten zwei Männer als Tatverdächtige ermittelt, die während der zweiten Hälfte der Partie der Kölner gegen den VfB Stuttgart (4. März) wiederholt über Megafone in Richtung Zieler Beleidigungen ausgerufen hatten. Die beiden Vorsänger aus FC-Ultra-Gruppen stellten sich am Dienstagabend einer Anhörung in der Stadionverbotskommission des 1. FC Köln.

Nach der Auswertung von Videoaufnahmen konnten die Rufe, in denen ein Zusammenhang mit dem Tod des ehemaligen Nationaltorwarts Robert Enke gezogen wurde, laut Verein einem der beiden Männer klar zugeordnet werden. Dieser hatte sich nach dem Spiel bereits beim 1. FC Köln entschuldigt und sich um eine Entschuldigung bei Ron-Robert Zieler und seiner Mutter bemüht.

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Sportschau | 12.03.2018 | 00:38 Min.

Bereits Bewährungsstrafe

Im vergangenen Jahr war gegen den Mann vom FC bereits ein Stadionverbot auf Bewährung ausgesprochen worden. Deshalb wurde er nun mit einem bundesweiten Stadionverbot für alle Spiele der Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga und die Regionalligen belegt. Es gilt ab sofort und ohne Bewährung für zwei Jahre.

Dem zweiten Mann, der sein Verhalten laut 1. FC Köln ebenfalls bedauerte, konnte keine schwerwiegende Beleidigung nachgewiesen werden, die aus Sicht der Kommission ein Stadionverbot gerechtfertigt hätte. Wegen des Missbrauchs des Megafons erhält er dennoch eine Ermahnung und steht unter besonderer Beobachtung.

DFB-Verfahren läuft noch

Der 1. FC Köln hatte bereits unmittelbar nach dem Spiel sowohl Ron-Robert Zieler als auch die Familie Enke um Entschuldigung gebeten. Ein Verfahren des DFB-Kontrollausschusses gegen den FC wegen des Vorfalls läuft noch.

Stand: 14.03.2018, 14:35