Medien: Heldt soll in Köln neuer Sportchef werden

Kölns Toni Schumacher (hinten) und davor Horst Heldt gut gelaunt vor dem Spiel der 1. Bundesliga zwischen dem FC und Hoffenheim Anfang November.

Medien: Heldt soll in Köln neuer Sportchef werden

  • Medien: 96-Manager Horst Heldt soll neuer Kölner Sportchef werden.
  • Hannovers Klubchef ist irritiert: "Es liegt kein Angebot vor."
  • Martin Kind: Wir sind nicht gesprächsbereit."

Heldt steht momentan als Sportdirektor bei Bundesliga-Aufsteiger Hannover 96 unter Vertrag. Sein Kontrakt bei den Niedersachsen läuft bis 2020. Der 47-Jährige soll bereits bei 96-Boss Martin Kind vorstellig geworden sein und ihn vom Interesse der Kölner unterrichtet haben. Der FC will den ehemaligen Bundesligaprofi, der nicht abgeneigt sein soll, angeblich in der Winterpause zurück an den Rhein holen.

96-Chef Kind: "Sind nicht gesprächsbereit"

"Ich habe von dem Gerücht gehört, aber mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Es liegt kein Angebot des 1. FC Köln vor", sagte 96-Boss Martin Kind jedoch am Nachmittag bei "Sport1" und gab außerdem zu verstehen, dass Hannover "nicht gesprächsbereit" sei: "Herr Heldt hat bei uns einen Vertrag und wir sind sehr zufrieden mit seiner Arbeit."

Kind reagierte irritiert auf die Gerüchte. "Horst Heldt hat mir gegenüber nur angedeutet, dass es Interesse vom 1. FC Köln gibt. Er hat mich nicht um eine Freigabe gebeten", sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe und ergänzte: "Egal, ob es irgendwann eine offizielle Anfrage von Köln geben wird, Heldt hat bei uns einen Vertrag, den er erfüllen muss. Ich werde ihm nicht die Freigabe für Köln erteilen. Diese Sache irritiert mich schon ein wenig, weil die Kölner in der Vergangenheit bereits versucht haben, Jörg Schmadtke von uns wegzulotsen."

Jörg Schmadtke war von 2009 bis Juni 2013 Manager in Hannover gewesen. Mit Beginn der Saison 2013/14 hatte diesen Posten beim 1. FC Köln übernommen. Dort hatte er genau vor einem Monat am 23. Oktober überraschend aufgegeben und dem Klub den Rücken gekehrt.

Heldt begann Profi-Karriere in Köln

Nach Informationen des Kölner "Express" (Donnerstag, 23.11.2017) hat Heldt den 96-Präsidenten Martin Kind aber bereits über seinen Wechselwunsch informiert. Beim FC soll sich der 47-Jährige einer neunköpfigen Jury vorgestellt haben und dabei einen überzeugenden Eindruck hinterlassen haben. Laut "Bild"-Zeitung soll es am Wochenende Gespräche zwischen den Vereinen geben. Der FC reagierte zurückhaltend auf die jüngsten Meldungen. Kölns Geschäftsführer Alexander Wehrle sagte "Sport1": "Wir beteiligen uns nicht an Spekulationen."

Der im rheinischen Königswinter geborenen Heldt hat seine Profikarriere bei den Geißböcken begonnen, für die er 130 Bundesligaspiele absolvierte. Beim VfB Stuttgart startete er anschließend 2006 seine Funktionärskarriere. Bei den Schwaben arbeitete Heldt in der Folge mit Alexander Wehrle zusammen, der damals als Assistent des Vorstands agierte und heute Geschäftsführer der Kölner ist.

Stand: 23.11.2017, 17:35