Kölns Rückkehr auf die europäische Bühne Morgenmagazin 18.08.2022 01:46 Min. Verfügbar bis 18.08.2023 Das Erste

1. FC Köln - das Abenteuer kann beginnen

Stand: 17.08.2022, 08:53 Uhr

Die Reise über den Kontinent kann beginnen: Der 1. FC Köln erwartet am Donnerstag den ungarischen Klub Fehervar zum Hinspiel in den Play-Offs zur Conference League. Für Verein und Fans geht ein Traum in Erfüllung.

Von Olaf Jansen

Der 1. FC Köln kann jeden Euro gut vertragen. So eine Profi-Fußballmannschaft mit gut zwei Dutzend Großverdienern ist ja teuer heutzutage. Entsprechend lassen sich die Geschäftemacher bei den Kölnern immer wieder etwas Neues einfallen, um die Fans zur Kasse zu bitten. Neueste Idee: Ein Spezial-Trikot für die kommenden Play-Off-Partien gegen den ungarischen Klub Fehervar FC, die den Verein in die Gruppenphase der Conference League führen könnte.

Dieses Shirt ist bereits das vierte Trikot, das der FC in dieser Saison auflegt. Heim- und Auswärtstrikot gab's schon, ebenso ein Ausweichtrikot. Und im November - da kann man sicher sein - wird der Verein wieder sein bei den Fans besonders beliebtes Karnevalstrikot auf den Markt werfen.

Deutscher Trainer beim Kontrahenten

Weil das neue Europa-Hemdchen nicht ganz schnell wieder in den Tiefen der gefüllten Fan-Schränke verschwinden soll, geht es am Donnerstag im Heimspiel gegen Fehervar schon um Einiges. Der Gegner hat zwar keinen großen Namen, könnte aber ganz gut aufgestellt sein. In der ersten Runde ließ das vom Deutschen Michael Boris trainierte Ensemble dem moldawischen Vertreter Petroclub keine Chance, siegte zweimal. Zudem kennt Boris den FC ganz genau - er kommt aus der rheinischen Region.

Respekt ja, Angst nein. So darf man wahrscheinlich Steffen Baumgarts Einstellung zum kommenden Kontrahenten bezeichnen. Der Coach weiß natürlich ganz genau um die Sehnsucht der Fans und Klub-Mitarbeiter, die sich in den kommenden Wochen nur allzugern auf eine ausgedehnte Europa-Tour machen würden.

Baumgart plant Rotation

Dennoch plant der Kölner Coach für das Heimspiel durchaus eine Art Rotation im Kader. "Wir wissen um die Wichtigkeit des Spiels, vertrauen aber auch unserem breiten Kader", sagt er. Beinahe skurril wirkt Baumgarts Wechselspiel auf der Position des rechten Außenverteidigers. Mit Kingsley Schindler, Benno Schmitz und Kingsley Ehizibue verfügt er dort über drei nahezu gleichwertige Akteure. Mit in den Kader nimmt er pro Spiel aber nur zwei von ihnen. "Sonst würde mir für links einer fehlen", sagt Baumgart.

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Was dazu führt, dass der sehr stark in die Saison gestartete Schindler zuletzt zwischen Startelf und Tribüne hin- und herwechselte. Für Donnerstag könnte der ehemaliige Spieler von Holstein Kiel wieder ein Kandidat für die Anfangsformation sein. "Er hat einen guten Start in die Saison gehabt und ist gut drauf", so Baumgart.

Uth fällt aus

Nicht so gut drauf ist im Moment Mark Uth. Der elegante Spielgestalter, der für so viel Torgefahr zu sorgen in der Lage ist, fällt nach wie vor verletzt aus. "Ich rechne in den nächsten Tagen noch nicht wieder mit ihm", sagt Baumgart. Was bedeutet: Uth wird auch im kommenden Bundesligaspiel, am Sonntag bei Eintracht Frankfurt, nicht dabeisein.

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Apropos Frankfurt: Die Partie in Hessen wird erstmals auch einen Hinweis darauf geben, wie gut oder schlecht der 1. FC Köln mit dem Thema Doppelbelastung zurechtkommt. Es gab schon viele Bundesligaklubs, die nach dem Einzug ins europäische Geschäft Federn in der nationalen Liga ließen.