1. FC Köln - Pawlaks große Chance

Andre Pawlak

1. FC Köln - Pawlaks große Chance

  • Andre Pawlak wurde als Interimstrainer des 1. FC Köln vorgestellt
  • Vereinbarung läuft bis Saisonende
  • Bislang wurde noch keine Trainer für die nächste Saison verpflichtet

Andre Pawlak saß am Montagmittag (29.04.19) etwas schüchtern auf der Bühne, Pressekonferenzen in großen Stil ist der ehemalige U21-Trainer des 1. FC Köln noch nicht gewohnt. Dabei hat der 48-Jährige eigentlich allen Grund, selbstbewusst durch die Fußballwelt zu laufen. Hat er doch in den letzten Wochen die U21-Mannschaft der Geißböcke in einer beispiellosen Siegesserie schon fast vor dem sicheren Abstieg aus der Regionalliga gerettet.

Dauerhafte Chance als Cheftrainer lockt

Nun darf er also bei den Profis ran. Für drei Spiele. Vorerst nur bis Saisonende soll er das Team um Anthony Modeste, Jonas Hector und Timo Horn betreuen. Bis der nur noch theoretisch wackelige Aufstieg unter Dach und Fach ist. Doch es ist ja klar: Sollten die drei Spiele gut verlaufen und ebenso positive Rückmeldungen aus dem Mannschaftskreis kommen, darf Pawlak auf eine dauerhafte Chance an der Spitze des Kölner Profiteams hoffen.

Trainerkräfte und -talente aus dem eigenen Haus sind ja im deutschen Profifußball schwer in Mode gekommen, seit Thomas Tuchel vor ein paar Jahren beim FSV Mainz 05 durchgestartet ist. Es folgten heutige Trainergrößen wie Julian Nagelsmann (Hoffenheim), Domenico Tedesco (Schalke) und Florian Kohfeldt (Bremen).

Tuchel, Nagelsmann und Kohfeldt als Vorbilder

So eine Geschichte könnte den Kölner Verantwortlichen auch vorschweben, jedenfalls betonte FC-Sportdiretor Armin Veh bei der Vorstellung des Neuen: "Wir haben noch keinen Trainer für die neue Saison verpflichtet." Über eine mögliche Weiterbeschäftigung Pawlaks meinte er: "Wir haben klar vereinbart, dass es um diese drei Spiele geht, dass wir unser Ziel erreichen. Danach werden wir sehen, wie es weitergeht."

Der bisherige Coach Markus Anfang musste nach der 1:2-Niederlage am vergangenen Freitag gegen Darmstadt 98 gehen, obwohl Köln drei Spieltage vor Schluss souverän die Tabelle anführt. Ihm sei klar, sagte Veh, "dass kein Mensch außerhalb Kölns diese Entscheidung versteht. Wir haben sie nicht gerne getroffen, aber wir haben es aus Überzeugung gemacht."

oja/sid | Stand: 29.04.2019, 15:50