Nach Trennung von Stöger - Köln sucht nach Lösungen

Stefan Ruthenbeck

Nach Trennung von Stöger - Köln sucht nach Lösungen

  • 1. FC Köln sucht nach neuer sportlicher Leitung.
  • Ruthenbeck trainierte bislang die A-Jugend.
  • Gerüchte über Beiersdorfer und Anfang.

Stefan Ruthenbeck strahlte bei seinem Amtsantritt Entschlossenheit aus. Der bisherige U19-Trainer des 1. FC Köln, nach der Entlassung von Peter Stöger zum Interimscoach bei den Bundesliga-Profis befördert, leitete am Montag (04.12.2017) seine erste Einheit mit dem kompletten Kader. Ruthenbeck kündigte an, einige Sachen zu verändern. "Wir müssen andere Abläufe reinbekommen", sagte der neue Trainer, der auch eine andere Ansprache und Spielidee verfolgen möchte als Stöger.

Ruthenbeck, der zuvor Erfahrungen bei der SpVgg Greuther Fürth sowie VfR Aalen sammelte, stehen drei intensive Wochen bevor: In der Liga muss der FC noch gegen den SC Freiburg und bei Bayern München antreten, in der Europa League kommt es zum "Endspiel" in Belgrad und am 19. Dezember muss der 1. FC Köln im DFB-Pokal beim FC Schalke 04 antreten.

Ruthenbeck übernimmt - und wird von FC-Boss Spinner abgewatscht

Zumindest mit dieser schnell präsentierten Inerimslösung wollte der Klubvorstand Handlungfähigkeit demonstrieren. Doch es passte zur schlechten Außendarstellung in den vergangenen Tagen, dass auch Ruthenbeck gleich mit in die Wirren am Geißbockheim hineingezogen wurde. So soll sich Ruthenbeck schon vor der offiziellen Bekanntgabe von Stögers Rauswurf am Sonntagmittag vorzeitig von seinen U19-Spielern verabschiedet haben.

Diese Version vertrat zumindest auch Vereinspräsident Werner Spinner, der Ruthenbeck dafür öffentlich abwatschte: "Natürlich ist das nicht glücklich. Punkt", sagte Spinner am Sonntag. Ruthenbeck dementierte diese Darstellung jedoch im Anschluss.

FC-Bosse in der Defensive

Die Führungsetage sieht sich im Moment arg in der Defensive, nicht nur weil die Trennung vom auch bei den Fans beliebten Stöger zu einem unglücklichen Zeitpunkt erfolgte. FC-Idol Lukas Podolski huldigte dem Kölner Rekord-Trainer auf mehreren Kanälen, auch von zahlreichen Spielern gab es über die sozialen Medien emotionale Abschiedsworte an den Österreicher, der den Klub von der 2. Liga zurück in den Europapokal geführt hatte.

Die Klubbosse müssen nun bis zur Winterpause einen Nachfolger für Stöger finden. Kölner Medien berichten über ein angebliches Interesse an Markus Anfang, dem Trainer von Holstein Kiel. Dort nannte man diese Option am Sonntag "unrealistisch", rief aber schon einmal vorsorglich eine Ablösesumme von zehn Millionen Euro auf.

Managersuche läuft weiter - kommt Beiersdorfer?

Doch weil auch sechs Wochen nach dem Abgang von Manager Jörg Schmadtke noch kein Nachfolger gefunden ist, steht der abgeschlagene Tabellenletzte komplett ohne sportliche Führung da. "Wir haben seit sechs Wochen mit mehreren Namen gesprochen. Wir haben den Kandidaten zugesichert, ihre Namen nicht zu kommentieren", so Geschäftsführer Alexander Wehrle.

Dietmar Beiersdorfer

Bald in Köln? Dietmar Beiersdorfer

Als aussichtsreicher Kandidat gilt nach übereinstimmenden Berichten mehrerer Medien der Ex-HSV-Manager Dietmar Beiersdorfer, den die Lokalreporter angeblich schon am Samstag in einem Kölner Hotel gesichtet hatten, bei einem Treffen mit einem Klub-Offiziellen. Wehrle wollte sich an diesbezüglichen Spekulationen nicht beteiligen, kündigte aber für die kommenden Tage eine Lösung an: "Ich bin sehr zuversichtlich, das wir diese Schlüsselpostionen besetzen können. Wir sind in den Endzügen."

Stand: 04.12.2017, 12:00

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