Leverkusen nutzt ersten Matchball in Nizza

Leverkusens Moussa Diaby (l) im Zweikampf mit Nizzas Hassane Kamara

Leverkusen nutzt ersten Matchball in Nizza

Bayer Leverkusen hat die Zwischenrunde der Europa League erreicht. Die Werkself entschied am Donnerstag einen wilden Schlagabtausch bei OGC Nizza für sich.

Mit 3:2 gingen die Rheinländer am Ende als Sieger vom Platz - ein knappes Ergebnis angesichts der Dominanz des Bundesligisten. Die Elf von Trainer Peter Bosz zeigte sich vom Anpfiff weg sehr druckvoll, hatte viel Ballbesitz und kontrollierte die Partie, während sich die Gastgeber aufs Umschaltspiel konzentrierten. Moussa Diaby belohnte den Leverkusener Einsatz mit der sehenswerten Führung nach 22 Minuten.

Zwei Minuten später hätte es sogar 2:0 stehen können, doch der Schiedsrichter gab Patrik Schicks Treffer wegen angeblicher Abseitsposition nicht - eine Fehlentscheidung. Die war umso ärgerlicher, weil fast im Gegenzug der Ausgleich fiel: Lars Benders Kopfballabwehr landete auf den Fuß von Hassane Kamara, der den Ball volley ins Tor setzte.

Bayer lässt einige Chancen liegen

Doch den Leverkusenern war das Selbstvertrauen nach zuletzt sieben Pflichtspielen ohne Niederlage anzumerken und so spielten sie weiter munter nach vorn. Kerem Demirbay (30.) scheiterte noch an OGC-Keeper Walter Benitez, ehe Aleksandar Dragovic die Gäste nach einer Ecke wieder in Front brachte. Kurz vor der Pause ließ die Werkself sogar noch die große Konter-Chance durch Schick liegen.

Diesen fahrlässigen Umgang mit den Chancen bestrafte der eingewechselte Dan Ndoye kurz nach der Pause - wieder traf Nizza nach einer Standardsituation. Diesmal dauerte es knapp vier Minuten, bis Bayer erneut zurückschlug: Julian Baumgartlinger setzte mit seinem Tor den Schlusspunkt unter eine wilde Partie.

"Wir haben eine konzentrierte und dominante Leistung hingelegt. Wenn wir nicht ein oder zweimal gepennt hätten, dann wäre es noch viel ungefährdeter gewesen. So mussten wir viel Kraft und Energie aufwenden. Trotzdem ist der Sieg hochverdient", sagte Julian Baumgartlinger bei Nitro.

"Endspiel" um den Gruppensieg

Damit beseitigte Leverkusen die letzten Zweifel am Weiterkommen und steht nun auch ganz offiziell im Sechzehntelfinale der Europa League. Am kommenden Donnerstag kommt es für die Rheinländer gegen Slavia Prag (18.55 Uhr) in der BayArena dann zum "Endspiel" um den Gruppensieg. Die Werkself benötigt dafür gegen den punktgleichen tschechischen Meister aufgrund der 0:1-Niederlage im Hinspiel einen Sieg.

Statistik

Fußball · UEFA Europa League · 5. Spieltag 2020/2021

Donnerstag, 03.12.2020 | 21.00 Uhr

Wappen OGC Nizza

OGC Nizza

W. Benitez – Lotomba, Daniliuc, Bambu, Nsoki, Kamara (72. Coly) – Claude-Maurice, Reine-Adelaide, Danilo (67. Thuram-Ulien), Maolida (29. Ndoye) – Gouiri (72. Trouillet)

2
Wappen Bayer 04 Leverkusen

Bayer 04 Leverkusen

Hradecky – L. Bender (46. Tapsoba), Tah, Dragovic, Wendell – Demirbay (86. Wirtz), Baumgartlinger, Amiri (67. Türkmen) – Bellarabi, Schick (46. Bailey), Diaby (68. Gedikli)

3

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 0:1 Diaby (22.)
  • 1:1 Kamara (26.)
  • 1:2 Dragovic (32.)
  • 2:2 Ndoye (47.)
  • 2:3 Baumgartlinger (51.)

Strafen:

  • gelbe Karte Demirbay (2 )
  • gelbe Karte Ndoye (1 )
  • gelbe Karte Daniliuc (2 )

Schiedsrichter:

  • Maurizio Mariani (Italien)

Vorkommnisse:

  • Das Spiel fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Stand der Statistik: Donnerstag, 03.12.2020, 22:53 Uhr

Stand: 03.12.2020, 22:56

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