Bayer Leverkusen - alle Augen auf Inter

Spieler und Trainer von Bayer Leverkusen

Bayer Leverkusen - alle Augen auf Inter

Nach dem lockeren Sieg gegen die Glasgow Rangers sind bei Bayer Leverkusen schon alle Blicke auf das Duell mit Inter Mailand gerichtet. Ein wichtiger Akteur darf aber nicht mitspielen.

Es war eine Pflichtaufgabe - mehr nicht: Bayer Leverkusen zog nach dem Hinspiel-Sieg in Glasgow (3:1) am Donnerstagabend ganz locker mit einem 1:0-Erfolg im Rückspiel ins Viertelfinale der Europa League ein.

Ein schöner Erfolg, den unterm Bayer-Kreuz aber niemand überbewertete - die Rangers aus Schottland haben zwar nach wie vor einen klangvollen Namen, können aber momentan in Europas Spitzenfußball nicht mehr wirklich mithalten.

Inter mit Weltklasse im Angriff

Ganz anders sieht das beim nächsten Gegner aus: Inter Mailand. Am Montag (10.08.20) steigt in Düsseldorf die Begegnung gegen das italienische Top-Team, das mit dem bulligen Belgier Romelu Lukaku und dem spielstarken Lautaro Martinez aus Argentinien ein Weltklasse-Duo im Angriff besitzt.

Inter gilt als einer Top-Favoriten auf den Titelgewinn, das wissen sie auch in Leverkusen: "Da kommt am Montag ein ganz anderes Kaliber auf uns zu, als das jetzt zuletzt Glasgow war", ahnt Bayer-Coach Peter Bosz.

Dennoch sind die Leverkusener durchaus zuversichtlich, auch wenn sie in ihrer spielerischen Darbietung durchaus noch Luft nach oben sehen. "Es war natürlich nicht alles überragend, aber es waren gute Ansätze dabei", meinte Teamkapitän Lars Bender gegenüber dem "Kölner Stadtanzeiger". Und im Hinblick auf Inter verstieg er sich zu einer geradezu philosophischen Aussage: "Es ist nur ein Spiel, das ist der Vorteil. Aber auch der Nachteil."

Chancenwucher bei Havertz

Ob Vor- oder Nachteil - das wird man tatsächlich erst nach dem Spiel gegen Inter wissen. Klar ist aber, dass Bayer seine Torchancen möglichst besser nutzen sollte. Allen voran angesprochen ist in dieser Hinsicht Kai Havertz, der gegen das schottische Team gleich mehrere "Hunderprozentige" liegen ließ. "Die Dinger sollten wir im nächsten Spiel vielleicht besser nutzen", meinte Bender.

Aranguiz fehlt gesperrt

Nicht mit von der Partie gegen Inter wird Charles Aranguiz sein können. Der Chilene sah gegen die Rangers (1:0) seine dritte Gelbe Karte im Wettbewerb und fehlt damit am Montag. "Es ist sehr schade, dass Charly gegen Inter gesperrt sein wird", sagte Bosz, dem der Ausfall des Leistungsträgers große Sorgen bereiten dürfte. Da Nadiem Amiri sich derzeit nach Kontakt zu einem Coronafall noch in häuslicher Quarantäne befindet, sind die Alternativen im zentralen Mittelfeld rar.

Umso besser für Bosz, dass Winter-Neuzugang Exequiel Palacios bei seinem ersten Startelfeinsatz seit Anfang März auf ganzer Linie überzeugte. "Ich war sehr zufrieden. Für mich war er einer der besseren Spieler bei uns gegen die Rangers", lobte Bosz den für 17 Millionen Euro im Winter aus Argentinien gekommenen Mittelfeldspieler.

Stand: 07.08.2020, 10:41