Europa League: Nächstes Bayer-Spektakel gegen Porto?

Jubel bei Bayer Leverkusen

Europa League: Nächstes Bayer-Spektakel gegen Porto?

  • Leverkusen startet gegen Porto in die Europa League
  • Nach den jüngsten Erfolgen strotzt Bayer vor Selbstvertrauen
  • Trainer Bosz hält sogar den Titel für "möglich"

4:3 gegen Dortmund, 3:2 bei Union Berlin: Bei den Spielen von Bayer Leverkusen war Spektakel zuletzt Programm. Sport-Geschäftsführer Rudi Völler erwartet für den Start in die K.o.-Runde der Europa League gegen den portugiesischen Vizemeister FC Porto am Donnerstag (20.02.2020/21 Uhr) ein ähnliches Szenario. "Porto ist eine Mannschaft, die nach vorne spielen wird. Es wird einen Schlagabtausch geben", sagte der 59-Jährige.

Die Rheinländer spielen bislang eine überzeugende Rückserie. Wettbewerbsübergreifend gelangen fünf Siege in sechs Partien. Diesen Schwung will die Werkself auch auf die europäische Bühne mitnehmen. "Wir können mit den Topmannschaften mithalten", sagte Coach Peter Bosz nach den jüngsten Erfolgen selbstbewusst.

Bosz befürchtet kein Motivationsproblem

Der Niederländer sieht für Leverkusen in der Europa League sogar eine Titelchance. "Es ist möglich", so Bosz. Sein Team müsse aber "von Spiel zu Spiel schauen. Das macht am meisten Sinn". Ein Motivationsproblem nach dem Wechsel in den kleinen Europacup befürchtet Bosz jedenfalls nicht. "Das Umschalten ist nicht schwergefallen", versicherte er: "Wir wären zwar gerne noch in der Champions League dabei, aber es hat eben nicht gereicht."

Für Leverkusen ist es das erste Duell mit dem portugiesischen Spitzenklub überhaupt. Den Gegner dürfe man nicht unterschätzen, warnte Sportdirektor Simon Rolfes: "Gegen Porto zu spielen, ist Champions-League-Niveau." Angreifer Kevin Volland pflichtete ihm bei: "Es ist nicht selbstverständlich, dass man Porto schlägt. Sie werden uns alles abverlangen."

Achtung vor Portos Topstürmer Marega

Die Werkself muss unter anderem in der Defensive besser stehen als in den letzten Partien, um Portos Topangreifer Moussa Marega zu stoppen - auch wenn der 28-Jährige zuletzt andere Sorgen hatte. Der dunkelhäutige Mittelstürmer aus Mali war beim 2:1-Erfolg des FC Porto bei Vitoria Guimaraes am vergangenen Sonntag Opfer rassistischer Beleidigungen geworden. Marega war es schließlich nach 71 Minuten leid und verließ das Spielfeld.

Nadiem Amiri zur Rassismus-Debatte : "Das hat auf der Welt nichts zu suchen" Sportschau 19.02.2020 00:27 Min. Verfügbar bis 19.02.2021 Das Erste

Sollte sich so ein Vorfall wiederholen, kündigte Bosz bereits an, dass seine Mannschaft geschlossen den Platz verlassen würde. "Das gehört nicht in den Fußball und nicht in die Gesellschaft", so der Bayer-Coach: "Das müssen wir nicht akzeptieren."

Peter Bosz über Rassismus im Fußball: "Wir akzeptieren das nicht" 00:25 Min. Verfügbar bis 19.02.2021

Bayer-Fans dürfen sich verkleiden

Statt für Skandale sorgen die Fans am Donnerstag aber hoffentlich für ein stimmungsvolles Fußballfest - schließlich ist im Rheinland Weiberfastnacht. Rolfes: "Egal, ob verkleidet oder im Bayer-04-Dress: Ich hoffe, dass möglichst viele Fans zu dem Spiel kommen, für eine super Atmosphäre sorgen und wir mit einem Sieg in die K.o.-Phase starten."

Stand: 19.02.2020, 17:36