Überragender Havertz führt Bayer ins Achtelfinale

Leverkusens Kai Havertz (l.) jubelt mit Moussa Diaby

Überragender Havertz führt Bayer ins Achtelfinale

Von Cora Lanzerath

  • Bayer steht im Achtelfinale der Europa League
  • Die Werkself gewann das Rückspiel in Porto mit 3:1
  • Kapitän Bender musste mit einer Hüftprellung raus

Bayer Leverkusen hat das Achtelfinale der Europa League erreicht. Nach dem knappen 2:1-Erfolg im Hinspiel gewann die Werkself auch das Rückspiel in Porto am Donnerstag (27.02.2020) mit 3:1.

Déjà-vu für Alario

Dabei gelang Bayer in Portugal ein Start nach Maß: Kerem Demirbay setzte sich klasse durch, tunnelte einen Gegenspieler und legte quer zu Kai Havertz. Dieser bediente den im Strafraum freistehenden Lucas Alario, der sich nicht lange bitten ließ. Der Argentinier nutzte nach 13 Minuten gleich die erste Chance der Gäste zum Führungstreffer. Was dann passierte, dürfte für Alario jedoch ein Déjà-vu-Erlebnis gewesen sein. Genau wie im Hinspiel vergangene Woche wurde das Tor zunächst wegen Abseits zurückgenommen. Es folgte eine lange Überprüfung durch den Video-Referee - erneut mit dem besseren Ende für die Werkself.

Porto verlagerte daraufhin zwar das Spielgeschehen in die Leverkusener Hälfte, wirklich gefährlich wurde es aber kaum. Das lag zum einen an der fehlenden Präzision der Portugiesen, aber auch an einer sehr konzentrierten Abwehrleistung der Bosz-Elf. Nur einmal schlief die Bayer-Verteidigung und ließ Otavio (40.) am Elfmeterpunkt relativ frei zum Kopfball kommen. Der Brasilianer verfehlte den Kasten der Rheinländer aber knapp.

Bayer begnügte sich unterdessen mit viel Ballbesitz, ohne dabei ein großes Offensivfeuerwerk abzubrennen. Hier mal ein Konter, da ein kleines Kabinettstückchen - mehr brauchte es nicht, um Porto vom eigenen Tor fernzuhalten.

Doppelpack binnen sechs Minuten

Doch Trainer Peter Bosz reichte das nicht. Zumindest schickte er seine Mannschaft wohl mit der Vorgabe zurück aufs Feld, schnell für klare Verhältnisse zu sorgen. Denn genau das taten die Profis: Binnen sechs Minuten baute die Werkself die Führung auf 3:0 aus. Zunächst bediente Havertz mit seiner zweiten Torvorlage des Abends den mitgelaufenen Demirbay (51.). Der Mittelfeldspieler hatte bei seinem Treffer jedoch etwas Glück, dass der Porto-Keeper den relativ unplatzierten Schuss nicht entscheidend abwehren konnte. Im Anschluss trug sich Havertz dann auch selbst noch in die Torjägerliste ein (57.).

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Sportschau 27.02.2020 00:37 Min. Verfügbar bis 27.02.2021 ARD Von Marc Eschweiler


Vielleicht war es der Mut der Verzweiflung, doch nun wurden auch die Gastgeber gefährlicher. Nachdem der Schuss von Zé Luis zunächst noch geblockt wurde, machte es Moussa Marega nach 66 Minuten besser. Der Stürmer sprang höher als Daley Sinkgraven und nickte zum 1:3 ein. Und auch die Chance zum Anschluss war für Porto noch da, doch der Torschütze bekam frei im Strafraum den Ball nicht gestoppt.

Besser als in der Vorsaison

Leverkusen machte mittlerweile nicht mehr als nötig, doch auch so geriet das Weiterkommen zu keiner Zeit in Gefahr. Damit ist die Werkself nun schon besser als in der Vorsaison, wo sie in der Zwischenrunde am FK Krasnodar gescheitert war.

Kleiner Wermutstropfen: Leverkusens Kapitän Lars Bender musste zur Halbzeit verletzt raus. Nach Vereinsangaben erlitt der Ex-Nationalspieler eine Hüftprellung. Ob Bender damit länger ausfallen wird, blieb zunächst offen. Zunächst galt seine Auswechslung als Vorsichtsmaßnahme.

Stand: 27.02.2020, 20:52