Europa League: Bayer Leverkusen trennt ein Sieg vom Achtelfinale

Gerardo Seoane, Trainer des Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen.

Europa League: Bayer Leverkusen trennt ein Sieg vom Achtelfinale

Bayer Leverkusen kann mit einem Heimsieg im vorletzten Gruppenspiel der Europa League gegen Celtic Glasgow schon das Weiterkommen und auch den Gruppensieg klarmachen.

Vier Monate lang kein Europacup-Festtag: Was normalerweise bei einem Dauergast wie Bayer Leverkusen für Ernüchterung sorgen würde, ist nun der große Wunsch. Denn im Falle eines Sieges im vorletzten Gruppenspiel am Donnerstag gegen Celtic Glasgow (18.55 Uhr), würde es für Bayer erst Mitte März in der Europa League wieder um etwas gehen.

Modusänderung ermöglicht Sprung ins Achtelfinale

Da das Weiterkommen und auch der nach einer Modusänderung wichtige Gruppensieg gesichert wären, hätte das letzte Gruppenspiel in Budapest dann nur noch statistischen Wert. Und die Zwischenrunde im Februar dürfte Bayer überspringen. Genau das ist das Ziel. Auf ein Endspiel in Budapest mit dem langjährigen Bundesliga-Trainer Peter Stöger will sich niemand einlassen.

"Diese neue Regelung gibt zusätzliche Motivation", so Trainer Gerardo Seoane. Und Nationalspieler Jonathan Tah bekräftigte: "Unser Ziel ist es, das zu schaffen." Die Statistik spricht für Leverkusen. Celtic holte in zwölf Europacup-Spielen in Deutschland nie einen Sieg, schoss in neun dieser Fälle nicht mal ein Tor. Und beim 4:0 im Hinspiel fügte Bayer den Schotten deren höchste Heimpleite im kleinen Europacup zu.

Personalsituation bei Bayer entspannt sich

"Aber wir wissen das einzuschätzen", sagte Seoane: "Wir hatten den Sieg verdient, aber es war eigentlich kein Vier-Tore-Unterschied. Außerdem hat Celtic sich seitdem gefestigt, ist stabiler in der Defensive geworden und hat eine Reihe von positiven Resultaten erzielt."

In der Tat: Von den acht Pflichtspielen seitdem verloren die Schotten keines und gewannen sieben. Doch bei Bayer entspannt sich die Personalsituation. Die vier länger verletzten Stammkräfte Patrik Schick, Charles Aranguiz, Karim Bellarabi und Lucas Alario sind allesamt wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrt.

Strafmaß für Demirbay noch offen

"Wir sind zuversichtlich, dass diese Spieler die schlimmste Phase überstanden haben und bald wieder auf dem Platz stehen", sagte Seoane am Mittwoch. Vielleicht steht einer von ihnen gegen Glasgow schon im Kader. "Möglicherweise werden wir den einen oder anderen sehen können, aber wahrscheinlich noch nicht alle", sagte Seoane.

Das Strafmaß des nach seiner Roten Karte im letzten Spiel gegen Betis Sevilla (4:0) gesperrten Kerem Demirbay ist derweil noch offen. "Es steht im Raum, dass er für drei Spiele gesperrt sein soll. Wir versuchen gerade, dies zu reduzieren", sagte ein Klub-Sprecher.

Stand: 24.11.2021, 18:11