Stadt Essen will Gewalt auf Sportplätzen strenger ahnden

Ein Schild gegen Anfeindungen des Schiedsrichters

Stadt Essen will Gewalt auf Sportplätzen strenger ahnden

Die Stadt Essen möchte gemeinsam mit dem Essener Sportbund Gewalt auf Sportplätzen strenger ahnden. Das sei die Konsequenz aus einem Übergriff auf einen Schiedsrichter am Wochenende.

Die Stadt Essen und der Essener Sportbund e.V. haben am Montag eine gemeinsame Pressemitteilung zum Tritt gegen einen Schiedsrichter bei einem Kreisliga-Spiel veröffentlicht, nach dem ein Unperteiischer in Essen am Wochenende körperlich mit einem Tritt attackiert wurde. Das Spiel leitete er dennoch zu Ende. Oberbürgermeister Thomas Kufen hat die Gewalttat auf das Schärfste verurteilt und sich mit dem Essener Sportbund e.V. (ESPO) und den Sport- und Bäderbetrieben der Stadt Essen abgestimmt.

Keine Kooperation bedeutet kein Training

"Gewalt hat im Sport keinen Platz", so das Stadtoberhaupt. "Neben den Folgen, die die Verantwortlichen von den Sportgerichten zu erwarten haben, werden wir als Stadt ebenfalls alle Möglichkeiten nutzen, um dieses Verhalten zu bestrafen - sowohl der Spieler als auch der Verein müssen mit Konsequenzen rechnen. Für den verantwortlichen Spieler kann das ein langjähriges Hausverbot bedeuten. Für den Verein kann dies bei fehlender Kooperation zu einem kompletten Entzug der Trainingszeiten führen."

Der Geschäftsführer des ESPO, Thorsten Flügel verurteilte den jüngsten Übergriff ebenfalls und machte deutlich: "Auch wir prüfen unserseits, wie mit dem Spieler und dem Verein weiter verfahren wird. Die Selbstverpflichtung gegen Gewalt im Sport ist von all unseren Mitgliedsvereinen jederzeit einzuhalten. Eine Missachtung kann einen Ausschluss aus dem ESPO zur Folge haben."

Bereits im Jahr 2015 haben die Stadt Essen und der ESPO ein gemeinsames Konzept gegen Gewalt im Sport entwickelt. Der Rat der Stadt Essen hat im Rahmen einer Resolution gegen Gewalt im Sport daraufhin die Satzung über die Nutzung städtischer Sporthallen und Sportplätze angepasst. Damit hat die Stadtverwaltung weitere Handlungsmöglichkeiten erhalten, um Gewalttaten im Essener Sport zu ahnden.

red | Stand: 12.10.2021, 12:59