BVB-Stürmer Youssoufa Moukoko lacht

BVB-Stürmer Moukoko: Als wütender Joker zum Derbyhelden

Stand: 18.09.2022, 13:28 Uhr

Durch sein Siegtor gegen Schalke ist Stürmer Youssoufa Moukoko bei Borussia Dortmund zum Derbyhelden geworden. Der BVB will den Vertrag mit dem Ausnahmetalent unbedingt verlängern.

Die Verletzungssorgen um BVB-Kapitän Marco Reus dämpften den Dortmunder Jubel am Samstag und rückten auch die Erfolgsgeschichte von Youssoufa Moukoko für den Moment in den Hintergrund. Doch der 17-Jährige hatte sich in die Geschichtsbücher eingetragen: Durch seinen Kopfballtreffer, das entscheidende Tor für Borussia Dortmund beim 1:0-Sieg über den FC Schalke 04, ist Moukoko zum jüngsten Derby-Schütze der Klubhistorie geworden.

Es war nicht Moukokos erstes Derby als Profi, jedoch sein erstes im prall gefüllten Dortmunder Stadion. Anschließend war er hin- und hergerissen zwischen sämtlichen Emotionen, die das Leben und der Fußball zu bieten haben. "Es fühlt sich so wunderschön an. Unfassbar. Davon habe ich schon in der Jugend jeden Tag geträumt. Die Nacht wird auf jeden Fall lang", sagte das Ausnahmetalent, das seit 2016 beim BVB ausgebildet worden ist.

Moukoko hatte vor seinem Einsatz nach eigenen Angaben "Wut im Bauch, weil ich von Anfang an spielen wollte". Neuzugang Anthony Modeste hatte den Vorzug im Dortmunder Sturm bekommen. Moukoko wurde in der 64. Minute für den Franzosen eingewechselt worden und führte sich als "Joker" prächtig ein: In der 66. Spielminute scheiterte er noch bei einer Chance an Schalke-Keeper Alexander Schwolow. In der 79. Minute traf er dann per Kopf nach Flanke von Marius Wolf.

Nach dem Spiel machte sich der Siegtorschütze wie der ganze Klub Sorgen um den verletzten Kapitän Marco Reus: "Ich hoffe und bete, dass es nicht so schlimm ist. Er ist unser Kapitän. Wenn er auf dem Platz ist, fühlst du dich besser", sagte Moukoko.

BVB will mit Moukoko verlängern

Der BVB will den am Saisonende auslaufenden Vertrag mit dem Ausnahmetalent unbedingt verlängern. "Er hat noch nicht unterschrieben. Aber wir sind sicher: Wir sind weiterhin der richtige Club für ihn und wollen die Geschichte weiterschreiben", sagte BVB-Sportchef Sebastian Kehl am Sonntag bei Sport1 über den 17-Jährigen.

"Wir sind seit geraumer Zeit in Gesprächen. Beide Seiten wissen, was sie voneinander haben", sagte Kehl: "Dass der Junge jetzt schaut, wie er zum Zug kommt, ist normal." Auf die Frage, wieso Moukoko noch nicht unterschrieben habe, sagte Kehl: "Wir sind sehr eng, dafür brauchen wir die Öffentlichkeit nicht. Das kriegen wir hin."

Durch sein Derby-Siegtor dürfte Moukoko seine Ausgangsposition jedenfalls sportlich und in den Vertragsverhandlungen verbessert haben.