Teamcheck: SC Paderborn hat nichts zu verlieren

Trainer Steffen Baumgart vom SC Paderborn winkt

Teamcheck: SC Paderborn hat nichts zu verlieren

Von Peter Herrlich

  • SC Paderborn geht als Schlusslicht in die Bundesliga-Rückrunde
  • Drei Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz
  • Der SCP als kämpferischer Underdog im Kampf um den Klassenerhalt
  • Neuzugang Srbeny ist Trainer Baumgarts Wunschspieler

So lief die Hinrunde

Als Überraschungs-Aufsteiger war der SC Paderborn vor der Bundesliga-Saison ein krasser Außenseiter. Für viele galten die Ostwestfalen als Abstiegskandidat Nummer eins, zumal die Sommer-Neuzugänge kaum Bundesliga-Erfahrung mit an die Pader brachten.

Gleich am ersten Spieltag im Duell bei Bayer Leverkusen zeigte der Underdog allerdings seine Kampfbereitschaft. Dem Champions-League-Teilnehmer lieferte der SCP ein packendes Duell - unterlag am Ende aber mit 2:3. Dieses Spiel wurde ein Sinnbild der Paderborner Hinrunde: unbekümmerte Vorstellungen, Anerkennung von der Konkurrenz, aber nur wenig Zählbares. Auch gegen den FC Bayern spielte Paderborn stark auf, verlor jedoch mit 2:3.

Hinrunde á la Steffen Baumgart

01:02 Min. Verfügbar bis 02.01.2021

Am neunten Spieltag klappte es dann endlich mit dem ersehnten ersten Bundesliga-Saisonsieg: Paderborn bezwang Fortuna Düsseldorf zu Hause mit 2:0. Im Duell bei Borussia Dortmund am 22. November schien der zweite Saisonsieg zur Halbzeitpause schon klar: Paderborn führte mit 3:0, es fehlte dem jungen Team aber wie so oft die Nervenstärke - am Ende hieß es 3:3.

Paderborns Optimismus ist zurück

Sportschau 13.01.2020 03:18 Min. Verfügbar bis 13.01.2021 Das Erste

Individuelle Fehler kosteten den SCP in der Hinrunde immer wieder Punkte - etwa beim 0:2 in Mönchengladbach am 16. Spieltag: Ein Ballverlust von Außenverteidiger Jamilu Collins nur wenige Sekunden nach dem Wiederanpfiff ermöglichte den Gladbacher Führungstreffer und brachte SCP-Trainer Steffen Baumgart auf die Palme.

Das war allerdings die einzige Paderborner Niederlage im Dezember, der starke Jahresausklang mit sieben Punkten aus vier Spielen macht den Schwarz-Blauen Hoffnung: Es gelang ein Last-Minute-Sieg in Bremen (1:0), ein 1:1-Remis gegen Union Berlin sowie ein 2:1-Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt im letzten Spiel 2019. Der SCP beendete die Hinserie so mit zwölf Punkten und hat als Tabellenschlusslicht derzeit drei Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz.

Wer kommt, wer geht?

Dennis Srbeny

Dennis Srbeny

Noch kurz vor Weihnachten beförderte der SCP das erst 17 Jahre alte Mittelfeldtalent Adrian Oeynhausen in den Profikader. Eine tragende Rolle dürfte dem Youngster noch nicht zukommen. Bei Dennis Srbeny sieht das voraussichtlich anders aus: Der 25-jährige Stürmer, der schon 2017 für den SCP auflief und neun Tore erzielte, kehrt vom Premier-League-Klub Norwich City aus England nach Paderborn zurück. Der 1,90 Meter große Stürmer sei "Wunschspieler" von Trainer Steffen Baumgart, sagte Sport-Geschäftsführer Martin Przondziono.

Bereits im Dezember hatte der SCP den Reservisten Khiry Shelton (Sturm/zu Sporting Kansas City) abgegeben. Jan-Luca Rumpf (Abwehr), Johannes Dörfler, Marcel Hilßner (beide Mittelfeld) und Babacar Gueye (Sturm), die kaum Einsatzzeiten bekamen, könnten den Verein nun ebenfalls noch verlassen. Etwas überraschend verlässt Cauly Oliveira Souza (Mittelfeld/zu Ludogorez Rasgrad) den SCP bereits nach einem halben Jahr. Der Sommerneuzugang absolvierte 13 Bundesligapartien und erzielte zwei Tore.

Stand: 13.01.2020, 08:30

Bundesliga | Tabelle

RangTeamSP
1.RB Leipzig1940
2.Bayern München1939
3.Bor. M´gladbach1938
4.Bor. Dortmund1936
5.Bayer Leverkusen1934
 ...  
16.Werder Bremen1917
17.SC Paderborn 071915
18.Fort. Düsseldorf1915